Freitag, 10. Februar 2012, 00:52 Uhr

manager magazin



27.07.2006
 

Linde

Joint Venture mit Komatsu beendet

Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns nach der BOC-Übernahme hat der Industriegasehersteller Linde seine Anteile an dem Gabelstapler-Gemeinschaftsunternehmen Komatsu Forklift verkauft. Über den Preis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Wiesbaden - Der Konzern Linde Chart zeigen und der japanische Maschinenbauer Komatsu Chart zeigen beenden ihr Joint Venture im Gabelstaplergeschäft. Mit dem Schritt bereitet Linde die Trennung von seiner Gabelstaplersparte vor, die im Zuge der Übernahme des Gase-Rivalen BOC Chart zeigen geplant ist.

Ende einer Ära: Das Geschäft mit den Gabelstaplern steht bei Linde zur Disposition
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Linde AG

Ende einer Ära: Das Geschäft mit den Gabelstaplern steht bei Linde zur Disposition

Komatsu werde den 35-prozentigen Linde-Anteil an dem seit Mai 2002 bestehenden Joint Venture Komatsu Forklift (KFL) zurückkaufen, teilte Linde am Donnerstag mit. Der Rückkauf solle bis Anfang August abgeschlossen sein. "Über den Preis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart", sagte ein Sprecher.

Grund der Auflösung des Joint Ventures sei die strategische Neuausrichtung bei Linde. Daher werde die Kapitalverflechtung beendet. Mit der Übernahme des britischen Gase-Konzerns BOC für rund zwölf Milliarden Euro will sich Linde künftig auf das Geschäftsfeld Industriegase konzentrieren. BOC ist der mit Abstand größte Zukauf in der 127-jährigen Firmengeschichte von Linde.

Linde wolle aber die bestehenden Kooperationsprojekte mit Komatsu in Europa, Asien und Japan fortsetzen. So fertige und vermarkte beispielsweise die italienische Linde-Tochter OM Carrelli Elevatori KFL-Produkte in Italien.

In Südostasien vertreibe eine KFL-Tochtergesellschaft unter der Marke "Komatsu" Produkte, die von Linde geliefert würden. Zudem vermarkte KFL Linde-Produkte in Japan über das eigene Vetriebsnetz.

Die Wiesbadener hatten im Zuge des geplanten Kaufs von BOC ihr komplettes Gabelstaplergeschäft, das 2005 mit mehr als 19.000 Beschäftigten auf einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro kam, zur Disposition gestellt. Erwogen wird neben einem Verkauf auch ein Börsengang. Linde hat die Investmentbank Credit Suisse beauftragt, beide Optionen zu prüfen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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