Wiesbaden - Der Konzern Linde
und der japanische Maschinenbauer Komatsu
beenden ihr Joint Venture im Gabelstaplergeschäft. Mit dem Schritt bereitet Linde die Trennung von seiner Gabelstaplersparte vor, die im Zuge der Übernahme des Gase-Rivalen BOC
geplant ist.
Komatsu werde den 35-prozentigen Linde-Anteil an dem seit Mai 2002 bestehenden Joint Venture Komatsu Forklift (KFL) zurückkaufen, teilte Linde am Donnerstag mit. Der Rückkauf solle bis Anfang August abgeschlossen sein. "Über den Preis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart", sagte ein Sprecher.
Grund der Auflösung des Joint Ventures sei die strategische Neuausrichtung bei Linde. Daher werde die Kapitalverflechtung beendet. Mit der Übernahme des britischen Gase-Konzerns BOC für rund zwölf Milliarden Euro will sich Linde künftig auf das Geschäftsfeld Industriegase konzentrieren. BOC ist der mit Abstand größte Zukauf in der 127-jährigen Firmengeschichte von Linde.
Linde wolle aber die bestehenden Kooperationsprojekte mit Komatsu in Europa, Asien und Japan fortsetzen. So fertige und vermarkte beispielsweise die italienische Linde-Tochter OM Carrelli Elevatori KFL-Produkte in Italien.
In Südostasien vertreibe eine KFL-Tochtergesellschaft unter der Marke "Komatsu" Produkte, die von Linde geliefert würden. Zudem vermarkte KFL Linde-Produkte in Japan über das eigene Vetriebsnetz.
Die Wiesbadener hatten im Zuge des geplanten Kaufs von BOC ihr komplettes Gabelstaplergeschäft, das 2005 mit mehr als 19.000 Beschäftigten auf einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro kam, zur Disposition gestellt. Erwogen wird neben einem Verkauf auch ein Börsengang. Linde hat die Investmentbank Credit Suisse beauftragt, beide Optionen zu prüfen.
manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters
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