Hisbollah-Miliz schlägt zurück
Die Hisbollah-Miliz wiederum griff am Morgen Orte im Norden Israels mit Raketen an. Nach israelischen Militärangaben feuerte sie dutzende Katjuscha-Raketen auf Ortschaften entlang der Grenze zum Libanon. In der Stadt Naharija am Mittelmeer wurde nach Angaben von Ärzten eine Israelin getötet. Nach Armeeangaben gab es zudem mehrere Verletzte. Die Menschen in den Grenzorten wurden aufgefordert, in ihre nächtlichen Unterschlüpfe zurückzukehren.
Die Hisbollah teilte in einer Erklärung mit, sie habe "als Vergeltung für die Massaker an Zivilisten im Südlibanon" die Ortschaft Naharija und den Flughafen von Kirjat Schmona in Nordisrael angegriffen.
Neben der Front im Norden des Landes zum Libanon setzte das israelische Militär in der Nacht auch seine Angriffe im Gaza-Streifen fort. Die Luftwaffe nahm das palästinensische Außenministerium in Gaza unter Feuer. Dabei seien zehn Kinder verletzt worden, teilten Ärzte im El-Schifa-Krankenhaus mit. Eines davon sei erst vier Monate alt. Nach Angaben von Augenzeugen lebten die Kinder in Häusern in der Umgebung des Ministeriums. Ihre Wohnhäuser wurden bei dem Raketenangriff schwer beschädigt.
Mit dem Außenministerium griff die israelische Armee die Behörde eines der prominentesten Hamas-Politiker an. Außenminister Mahmud al-Sahar ist ein seit langem bekannter islamischer Aktivist. Gestern hatte die israelische Luftwaffe das Haus des Chefs der Essedin-el-Kassam-Brigaden, des militärischen Arms der Hamas, angegriffen. Mohammed Deif wurde nach israelischen Angaben und nach Angaben aus einem palästinensischen Krankenhaus verletzt.
reuters/ap/dpa
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