Beirut/Gaza - Die israelische Luftwaffe feuerte auf Start- und Landebahnen des Flughafens Rafik Hariri. Drei Raketen seien dort eingeschlagen, hieß es in Sicherheitskreisen. Der Flughafen wurde geschlossen. Mindestens zwei Flüge seien bereits zu anderen Zielen in Nahost umgeleitet worden.
Anschließend wurde auch ein Vorort der libanesischen Hauptstadt bombardiert. Das verlautete aus Kreisen der libanesischen Polizei und der radikal- islamischen Hisbollah Miliz. Das betroffene Viertel Haret Hriek gilt als Hochburg der Hisbollah, deren Milizionäre gestern im Südlibanon an der Grenze zu Israel zwei israelischen Soldaten verschleppt hatten. In dem Vorort befindet sich auch der Hisbollah-Fernsehsender al-Manar.
Zahlreiche Todesopfer
Heute morgen und in der Nacht flog Israel auch Luftangriffe im Süden des Landes. Dabei wurde nach Polizeiangaben eine zehnköpfige Familie getötet. Es handele sich um den schiitischen Geistlichen Adel Akkasche, seine Frau und acht Kinder. Insgesamt kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP bei den Luftangriffen im Süden des Landes mindestens 27 Zivilisten ums Leben, darunter zehn Kinder unter 15 Jahren.
Die israelische Luftwaffe habe in der Nacht insgesamt rund 40 Luftangriffe geflogen, wie eine Armeesprecherin mitteilte. Ziele seien vor allem Verstecke gewesen, in denen die Hisbollah große Mengen Waffen und Munition aufbewahre. Den internationalen Flughafen von Beirut habe die Hisbollah als Waffenumschlagplatz genutzt.
Nach libanesischen Polizeiangaben flogen Kampfhubschrauber und -flugzeuge mehrere Angriffe rund um die Hafenstadt Tyrus im Südwesten des Landes. In einem Dorf südlich von Tyrus starb ein Mann, als Raketen auf seinem Haus landeten. Die libanesische Armee reagierte mit Flugabwehrraketen. Bei einem Luftangriff auf eine Brücke wurde nach Polizeiangaben ein Soldat getötet. Ein weiterer Soldat und ein Zivilist wurden bei dem Angriff verletzt.
Die israelische Armee hatte ihre Offensive im Süden des Libanon gestern gestartet. Die israelische Regierung machte die libanesische Regierung für die Entführung ihrer Soldaten verantwortlich.
...wird gleich gestartet. mehr...
Glauben Sie alle Zahlen, die kriegführende Parteien veröffentlichen? Was ist das für eine Basis zur Meinungsbildung? Ich würde das als billige Manipulation empfinden. mehr...
Angesichts der Tatsache, daß mindestens zwölf der etwa 25 israelischen Opfer Soldaten waren, ist diese Aussage wohl eher unzutreffend. TK mehr...
Hallo Kanake, erscheint Ihnen diese Argumentation nicht ein wenig skurril? Israel hat 1967 Gaza und das Westjord anland besetzt. Von der Interimszeit 2000 im Südlibanon mal abgesehen, zog sich Israel vor ca.6 Monaten lediglic h [...] mehr...
Ich sprach von dem "Versuch". Dazu gehört z.B. Multiperspektivität. Die wird aber abgewürgt von Menschen, die hinter jeder Kritik an israelischer Politik gleich Antisemitismus riechen und daher eine kritische [...] mehr...
© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH