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manager magazin



31.05.2006
 

Brücke nach Dänemark

Kein Land in Sicht

Von Helmut Reich

Mit dem Bau einer 20 Kilometer langen Brücke zwischen Deutschland und Dänemark könnte ein Traum wahr werden. Doch noch streiten sich Befürworter und Gegner einer festen Fehmarnbelt-Querung. Strittig ist, ob die Brücke ökonomisch sinnvoll ist und wie das Fünf-Milliarden-Euro-Projekt finanziert werden soll.

Hamburg - 20 Kilometer Ostseewasser trennen Deutschland und Dänemark auf der so genannten Vogelfluglinie. Seit Jahrzehnten wird bereits geplant, eine Brücke zwischen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und dem dänischen Ort Rödby zu bauen. Fünf Milliarden Euro soll das gigantische Verkehrsprojekt kosten, doch die genaue Umsetzung und die Finanzierung sind weiter ungeklärt.

Noch ist es eine Simulation am Computer: Die Fehmarnbeltbrücke

Verbindung zwischen Kopenhagen und Odense: Die Hängebrücke über den Großen Belt

Seit dem Jahr 2000 in Betrieb: Die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö

Bewährter Fährbetrieb: Die Reederei Scandlines bedient die Vogelfluglinie


Neue Dimensionen: Brückenbau über der Ostsee
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Vor allem Dänemark drängt auf den Bau einer Brücke über den Fehmarnbelt, denn für die Mobilität der Dänen würde die feste Belt-Querung als attraktive Verbindung zur Wirtschaft Kontinentaleuropas eine spürbare Verbesserung bringen.

Vorbilder für die Brücke sind die Öresund-Querung und die Verbindung über den Großen Belt. Durch die Verbindung Kopenhagens mit Südschweden über den Öresund gilt diese Region mittlerweile als eine kompakte Wirtschaftsregion.

Im Idealfall soll die neue Brücke Platz für eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige Bahnstrecke haben. Technisch scheint eine Brücke mit Schrägseilen die bevorzugte Lösung zu sein.

Als möglicher Baubeginn wird das Jahr 2010 genannt, befahrbar wäre die Brücke dann frühestens 2016. Vorher sind allerdings noch eine Reihe von Fragen zu klären. Dazu gehöre die Festlegung von Staatsgarantien über den Finanzierungsanteil sowie die Finanzierung der Hinterlandanbindung, deren Aufwand bei zusätzlich einer Milliarde Euro liegen soll. Auf dänischer Seite ist nach Angaben aus Kopenhagen die Hinterlandanbindung mit 700 Millionen Euro bereits gesichert.

Was allerdings noch immer fehlt, ist ein offizieller Antrag sowie ein Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark. Nur dann könnte es EU-Gelder aus Brüssel geben, doch die Konkurrenz um den relativ knappen Etat ist groß. Etwa 30 Projekte bewerben sich in den nächsten Jahren um die zur Verfügung stehenden sieben Milliarden Euro.

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