Über 120 Jahre prägt der Quandt-Clan nun schon die deutsche Wirtschaftgeschichte.
1883: Emil Quandt kauft eine Textilfabrik im brandenburgischen Pritzwalk. Er produziert Tuche für die Uniformen der Kaiserlichen Marine. Günther Quandt erwirbt einen großen Teil der Anteile an der Accumulatorenfabrik AFA - die erste familieneigene Firma von Weltgeltung und über Jahrzehnte der Kern des Quandtschen Imperiums.
1931: Nach der Scheidung von Günther Quandt heiratet Magda den späteren Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Magdas Sohn Harald war damals zehn Jahre alt.
1937: Für seine Verdienste als NS-Rüstungsfabrikant (U-Boot-Batterien, Schusswaffen, Munition, Uniformstoffe, Leichtmetalle) wird Günther Quandt zum Wehrwirtschaftsführer ernannt.
1954: Günther Quandt stirbt, die Söhne Herbert und Harald managen das Firmenimperium fortan gemeinsam.
1959: Herbert Quandt rettet die kurz vor der Pleite stehende BMW AG
.
1962: Die AFA - das Flaggschiff der Quandts - wird in Varta umbenannt.
1974: Die Quandt-Familie verkauft ihren 14-Prozent-Anteil an Daimler-Benz im Wert von fast einer Milliarde Mark an Kuweit.
1976: Die Familien von Herbert und Harald Quandt spalten nach schmerzhaftem Ringen ihr Erbe in zwei Teile auf. Haralds Töchter verwalten ihr Vermögen bis heute gemeinsam.
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