Frankfurt am Main/Stuttgart - Bei den Verhandlungen mit den Familiengesellschaftern sei ein Durchbruch erreicht worden, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" (Montagausgabe) am Sonntag vorab.
Auch die Anwälte der drei von 22 Familiengesellschaftern, die sich gegen den Verkauf gesträubt hatten, hätten einem neu ausgehandelten Vertrag zugestimmt. Die Unterschrift der Gesellschafter sei aber weiter unsicher. Die Mitarbeitervertretung von Märklin hatte an die drei Familiengesellschafter, die sich gegen den Verkauf sträubten, einen Brief mit der Bitte um die Aufgabe der Blockadehaltung geschrieben. Die Unterschrift der Gesellschafter sei aber weiter unsicher.
Kingsbridge Capital Management GP Limited sei bereit, den Eigentümern des angeschlagenen Unternehmens aus Göppingen insgesamt rund 30 Millionen Euro zu zahlen, davon aber nur 13 Millionen Euro sofort. 15 Millionen Euro sollten erst bei einem Weiterverkauf in drei bis sieben Jahren fließen.
Märklin leidet unter sinkenden Umsätzen und hat dem Bericht zufolge in den beiden vergangenen Jahren 20 Millionen Euro Verlust erwirtschaftetet. Das Traditionsunternehmen ist Kreisen zufolge mit 55 Millionen Euro verschuldet, von denen Kingsbridge bereits zehn Millionen Euro übernommen hat. Größte Gläubiger sind die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Volksbank Göppingen.
reuters
© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH