Von Karsten Stumm
Wirtschaftsaufschwung vom Reißbrett
Wären die Parlamentarier seinem Vorschlag gefolgt, hätten sie schon damals der deutschen Wirtschaft einen gewaltigen Schub gegeben. Denn der Ausstieg aus 50 Milliarden Euro Subventionen, gestreckt über fünf Jahre, reicht rechnerisch, um die Steuerlast der Bundesbürger kräftig zu senken.
Der Eingangssteuersatz des Jahres 2001 hätte niedrige 7,7 Prozent betragen können, und das einschließlich Solidaritätszuschlag. Stattdessen mussten die weniger gut bezahlten Berufstätigen hierzulande 21 Prozent ihres Gehaltes abgeben. Und der Spitzensteuersatz wäre zeitgleich mit 18,8 Prozent ausreichend hoch gewesen; gezahlt werden mussten ohne Subventionsabbau 51,2 Prozent. Nach Meinung von Wirtschaftsexperten hätte die Senkung der Steuersätze gereicht, um den schwachen privaten Konsum in Deutschland auf Trab zu bringen und die Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft zu beenden. Passiert ist nichts.
„Man wundert sich und staunt", sagt Subventionsökonom Boss. Er lächelt dabei wieder sein versunkenes Lächeln, so, als gehöre es zu seinem Beruf. Beim Abschied sagt er noch, dass er manchmal nicht mehr wisse, ob sich seine Arbeit überhaupt lohnt.
Es ist eine Arbeit für Schall und Rauch.
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