Heimatmarkt Europa
Damit hat der Münchener Konzern nicht nur die Möglichkeit seine italienischen Beteiligungen RAS und Lloyd Adriatico straffer zu führen, sondern auch die RAS-Gesellschaften in Österreich, Portugal, der Schweiz und Spanien in die Konzernholding einzugliedern.
Die Allianz besitzt bisher 55,4 Prozent aller Aktien der RAS, Italiens zweitgrößter Versicherung. Finanziert werden soll der Kauf der übrigen RAS-Anteile teils bar, teils auf Pump und mit Hilfe einer Kapitalerhöhung.
Zur Begründung für die milliardenschwere Transaktion sagte Diekmann: "Wer in der ersten Liga der internationalen Finanzdienstleister mitspielen will, braucht eine starke Ausgangsposition in seinem Heimatmarkt. Unser Heimatmarkt ist Europa."
Zudem hat der Allianz-Vorstand beschlossen, das heimische Versicherungsgeschäft unter dem Dach einer neuen Deutschland Holding zu bündeln. Diekmann hat die Leitung der künftigen Holding Gerhard Rupprecht übertragen, derzeit Vorstandschef der Allianz-Lebensversicherungssparte.
Der Aufsichtsrat der Münchener hat zum 1. Januar 2006 darüber hinaus die Vorstandsvorsitzenden folgender Tochtergesellschaften zu Mitgliedern des Konzernvorstands bestellt: Enrico Cucchiani (Lloyd Adriatico), Jean-Philippe Thierry (AGF) und Clement Booth (Aon Re International). Damit wird das Führungsgremium deutlich internationaler als bisher.
Aus dem Vorstand werden zum 31. Dezember 2005 Detlev Bremkamp und Reiner Hagemann ausscheiden. Bremkamp war unter anderem für das Rückversicherungsgeschäft des Konzerns verantwortlich, Hagemann für Arbeitsfragen.
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