Eine Million VW mehr pro Jahr sind möglich
Volkswagen-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hatte bereits am gestrigen Montag während einer mehrstündigen Betriebsversammlung angekündigt, dass das Wolfsburger Stammwerk vom geplanten zusätzlichen Stellenabbau besonders stark betroffen sein werde. Konkrete Zahlen nannte der Konzern aber bisher noch nicht. "Wir reden über Kosten, nicht über Köpfe", sagte ein Sprecher. Die Zahl der anzustrebenden Quote für den Stellenabbau ergebe sich erst im zweiten Schritt.
Nach übereinstimmenden Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Wolfsburger Nachrichten", die sich auf hausinterne Planungsunterlagen für Führungskräfte beziehen, sollen europaweit 14.000 Stellen im Konzern wegfallen. Kündigungen kommen zum Stellenabbau wegen des bis 2011 laufenden Haustarifvertrages nicht in Frage.
LRP stuft Aktie hoch
In den betroffenen deutschen Werken arbeiten rund 103.000 Mitarbeiter. VW kann nach eigenen Angaben weltweit sechs Millionen Autos pro Jahr bauen, hat 2004 aber nur 5,1 Millionen verkauft. Die Marke VW steckt seit vergangenem Jahr in den roten Zahlen.
In einer aktuellen Analyse der Landesbank Rheinland-Pfalz wird die Strategie des VW-Managements begrüßt. Der Personalabbau durch Vorruhestands- beziehungsweise Abfindungslösungen werde zwar das Ergebnis 2005 und 2006 belasten, aber langfristig die Profitabilität positiv beeinflussen.
Der Wille der Konzernführung zu Reformen sei zu erkennen. Die Analysten erhöhten ihre Einstufung von "Marketperformer" auf "Outperformer" und das Kursziel von 45 auf 48 Euro.
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