Berlin - "Entscheidend ist, dass am 1. Januar 2007 diese Reform im Bundesgesetzblatt steht. Dann braucht der Arbeitnehmer nicht mehr zwölf Samstage pro Jahr für seine Steuererklärung, sondern nur noch zehn Minuten", sagte Kirchhof der "Bild"-Zeitung.
Dem Blatt erklärte er, wie künftig die Steuererklärung aussehen soll: "In Zukunft schickt das Finanzamt dem Arbeitnehmer einen Vordruck oder Computerchip zu. Der Steuerzahler prüft die darin enthaltenen Angaben, ob er zum Beispiel noch ein Kind bekommen, den Arbeitgeber gewechselt hat - das ändert er entsprechend und schickt es zurück."
Der Arbeitgeber gebe dann die Lohnsumme dazu und der Computer erledige den Rest, versprach Kirchhof, dessen Steuerkonzept auf eine radikale Vereinfachung des deutschen Steuerrechts zielt. Die von der Union geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer lehnt Kirchhof jedoch ab - in das Wahlkampfprogramm der Union haben Kirchhofs Reformvorschläge noch keinen Eingang gefunden.
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Die Union wolle die "Mauer steuerlicher Besitzstände und Resignationen" durchbrechen. "Ich will daran mitarbeiten - mit einem dicken Hammer", sagte Kirchhof. Bei den Wählern sind solche Ankündigungen ähnlich willkommen wie das (bislang unerfüllte) Vorhaben von Friedrich Merz, das deutsche Steuerrecht so zu vereinfachen, dass ein Steuerzahler seine Steuererstattung auch "auf einem Bierdeckel" ausrechnen könnte.
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