Automatisch im Verkehr mitfließen
Das folgende Fahrzeug wird von der S-Klasse in Notbremssituationen mit einem adaptiven Bremslicht gewarnt - es blinkt, wenn die diversen Verzögerungsautomaten an Bord der S-Klasse in Hochbetrieb sind. Schlingern, Wippen und rauchende Pneus, vor Jahren noch verlässliche Vollbremszeichen, sendet die S-Klasse schließlich nicht mehr.
Distronic Plus ergänzt den Bremsassistenten in alltäglichen Fahrsituationen. Der Abstandsregeltempomat bremst das Fahrzeug zwischen einem und 200 Stundenkilometern automatisch und bei Bedarf bis zum Stillstand ab, wenn die vorausfahrenden Autos dies tun - immer unter Wahrung eines Sicherheitsabstands. Fährt der Vordermann wieder an, gibt auch die neue S-Klasse automatisch Gas - bis das gewünschte Maximaltempo erreicht ist.
V8 mit 26 Prozent mehr Leistung
Bei Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern ist zwar Distronic nicht mehr aktiv, der Fahrer dafür wahrscheinlich umso mehr. Denn mit einem Leistungszuwachs von mehr als 26 Prozent beim neu entwickelten V8-Antrieb dürften sich einige Besitzer und Chauffeure gern schneller vorwärts bewegen.
388 PS beschleunigen den neuen S 500 in 5,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Der V6-Motor, verbaut im S 350, leistet 272 PS, eine Version, die in anderen Zusammenhängen auch nicht gerade als Sparvariante bezeichnet wird, ist der S 320 CDI, der mit 231 PS ab dem ersten Quartal 2006 in den Verkauf startet. Dann tritt auch das Spitzenmodell der S-Klasse an, der S 600 mit 517 PS.
Für alle Ausführungen ist eine Langversion von 5,21 Meter lieferbar, 43 Millimeter mehr als bei der derzeit längsten S-Klasse. Das neue Standardmaß liegt bei 5,08 Meter und damit 3,3 Zentimeter über dem aktuellen Maß. Auch in der Breite - 1,6 Zentimeter - und in der Höhe - 2,9 Zentimeter - hat das Topmodell zugelegt. Der Preis für den S 350 liegt bei 70.760 Euro (Langversion 78.416 Euro), der S 500 wird 89.668 Euro kosten (Langversion 95.236 Euro).
Mit 30 Prozent Anteil am Weltmarkt (Konzernangabe) hält die S-Klasse derzeit die Spitzenposition. Und das, obwohl die aktuelle Version bereits sieben Jahre auf dem Buckel hat. Das neue Modell hat das Zeug dazu, sich noch stärker auszubreiten. Doch dieser verheißungsvolle Ausblick birgt für DaimlerChrysler
auch einen Wermutstropfen - wer unter den Betuchten wird sich künftig wohl noch für die Stuttgarter Obernobelmarke Maybach entscheiden, die der S-Klasse zumindest technisch nun hinterhinkt?
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