Hamburg - Lanxess steht einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge vor harten Verhandlungen über den Abbau von Arbeitsplätzen. Insgesamt stünden 1200 Stellen zur Disposition, schreibt die Zeitung unter Berufung auf firmennahe Kreise. Mit dieser Größenordnung gehe der Vorstand in die anstehenden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern.
Das Management des von Bayer
abgespaltenen Unternehmens Lanxess
plane, einen der beiden Kunststoff-Standorte im spanischen Tarragona oder in Dormagen zu schließen. Nach FTD-Informationen analysiere die Unternehmensberatung Roland Berger die beiden Standorte mit jeweils 350 bis 400 Stellen.
100 Millionen Euro pro Jahr sollen gespart werden
Die Lohnkosten seien in Tarragona zehn bis 15 Prozent niedriger als in Dormagen. Außerdem stünden dort die neueren Anlagen. Für Dormagen spreche dagegen die Betriebsvereinbarung, die Kündigungen in deutschen Werken bis 2007 verbiete.
Zusätzlich zu den rund 400 Stellen in Dormagen oder Tarragona drohe das Management damit, im Stammwerk Leverkusen bis zu 800 der rund 2500 Stellen in der Feinchemie abzubauen, schreibt die Zeitung weiter. Nach Angaben von Lanxess wird das jährliche Einsparvolumen bei der Restrukturierung auf rund 100 Millionen Euro veranschlagt.
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