Die Hamburger Verlegerfamilie Jahr will ihr Casino-Imperium erweitern. Bisher besitzt sie Beteiligungen an den Häusern in Hamburg und Wiesbaden, nun biete sie auch für Anteile an der drittgrößten deutschen Spielbank in Stuttgart, sagte Familienvorstand John Jahr.
Hamburg/Stuttgart - Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge will die Verlegerfamilie Jahr die Konzession für die Stuttgarter Spielbank allerdings nicht alleine erwerben. "Wir haben zusammen mit Partnern ein Angebot abgegeben", sagte der 72-jährige John Jahr, Sprecher der Verlegerfamilie, der Zeitung. Bei den Partnern handele es sich um die Spielbanken Berlin und Bad Neuenahr sowie Wiesbaden.
Die Jahr-Familie ist bereits seit längerem mittelbar und unmittelbar an den Spielbanken in Hamburg und Wiesbaden beteiligt und hält 25,1 Prozent an Europas größtem Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr (Stern, Geo). Das Land Baden-Württemberg hatte vor kurzem die Konzession für die Spielbank Stuttgart neu ausgeschrieben, die nach zehn Jahren zum Jahresende ausläuft. Dies bestätigt ein Sprecher des Innenministeriums von Baden-Württemberg.
Die Stuttgarter Spielbank ist nach Berlin und Dortmund das drittgrößte Spielkasino in Deutschland. Sie erzielte 2004 einen Bruttospielertrag von mehr als 66 Millionen Euro.
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