Donnerstag, 9. Februar 2012, 01:16 Uhr

manager magazin



04.03.2005
 

HypoVereinsbank

Wagniskapital abgestoßen

Die HVB hat ihren Anteil am Venture-Capital-Fonds AdAstra an die beiden Portfolio-Manager Ulrich Clemm und Thomas Krüger verkauft. Große Beteiligungen der HVB wie die Bank Austria, der Online-Broker DAB Bank oder die Fondsgesellschaft Activest stehen aber nicht zum Verkauf, betonte HVB-Chef Dieter Rampl.

München- Die HypoVereinsbank Chart zeigen (HVB) hat ihre Beteiligung an dem Wagniskapital-Fonds AdAstra an dessen Management verkauft.

  Risiko ausgedünnt:  Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank in München
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DPA

Risiko ausgedünnt: Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank in München

Die Fondsmanager Ulrich Clemm und Thomas Krüger hätten per Ende Dezember auch die verbliebenen 49 Prozent der Anteile an der AdAstra Erste Beteiligungs-GmbH von der HVB übernommen, sagte eine Sprecherin der Bank am Freitag in München. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Börsen-Zeitung". Die Zeitung berichtete, die Manager hätten für den Anteil einen zweistelligen Millionenbetrag bezahlt.

AdAstra-Miteigentümer Krüger kündigte an, AdAstra bereite einen neuen Fonds mit einem Volumen von 175 Millionen Euro vor und wolle künftig verstärkt in Mehrheitsanteile bei Unternehmen investieren. Im Grunde habe die HVB entschieden, das Geschäft mit Risikokapital (Venture Capital) - also Beteiligungen etwa in junge Unternehmen oder von Konzernen abgespaltene Sparten außerhalb der Börse - nicht mehr wie bisher zu betreiben. Die HVB habe aber zugesagt, sich auch am geplanten nächsten Fonds zu beteiligen.

AdAstra setzt bei seinen Investments nach Krügers Worten eher auf Firmen, die ihren Markt gefunden haben - etwa abgespaltene Unternehmen von größeren Konzernen. AdAstra war beispielsweise an dem Software-Dienstleister Suse Linux beteiligt, der im November 2003 für 210 Millionen Dollar an den US-Netzwerkspezialisten Novell verkauft worden war.

Die HVB hatte 2004 durch immense Abschreibungen auf faule Immobilienkredite einen Milliardenverlust verbucht und will ihre geschwächte Kapitalbasis über Gewinnverrechnungen im laufenden Jahr wieder aufstocken. In der Bank hieß es, der Verkauf der AdAstra habe damit aber nichts zu tun. Bank-Chef Dieter Rampl hatte erklärt, große Beteiligungen wie etwa an der für das profitable Osteuropa-Geschäft zuständigen Bank Austria oder dem Online-Broker DAB Bank stünden ebenso wenig zur Disposition wie die Fondsgesellschaft Activest.

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