Katar - Die Chancen einer Trasse für den Transrapid am Persischen Golf sollen nach Angaben des Hersteller-Konsortiums in einer Machbarkeitsstudie ausgelotet werden. Das Emirat Katar plane, eine Studie für einen etwa 800 Kilometer langen Korridor auf den Weg zu bringen, sagte ein Sprecherin von Transrapid International am Montag in Berlin. Erst darin ließen sich auch geeignete erste Teilstücke festlegen. Zu den Erfolgsaussichten gab sie keinen Kommentar ab. Der Transrapid ist ein Gemeinschaftsprodukt von ThyssenKrupp
und Siemens
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Wie am Wochenende am Rande eines Besuchs von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) in Katar verlautete, könnte eine Absichtserklärung Ende Februar/Anfang März unterzeichnet werden. Dann ist Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Region. Die Verkehrsminister des Golf-Kooperationsrates GCC wollen demnach auch einen Ausbau auf eine knapp 2000 Kilometer lange Trasse der Magnetbahn prüfen. Erwogen würden aber auch Schienensysteme.
Seit etwa zwei Jahren ist in der Region ein wachsendes Interesse am Zugverkehr zu verzeichnen. Daneben steigt die Zahl der Verkehrsverbindungen zwischen den einzelnen Staaten des Golfkooperationsrats (GCC). Für den Transrapid käme zwar zunächst nur die Strecke von Katar über eine neue Brücke ins benachbarte Bahrain in Frage. Doch die Machbarkeitsstudie der Regierung Katars soll nach Angaben des deutschen Transrapid-Konsortiums einen Korridor bis in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) prüfen.
Zukunft als Pilgerbahn
Weitergehende Pläne für sehen eine 2000 Kilometer lange Strecke, die das Emirat Kuwait mit dem Sultanat Oman verbindet und durch Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und die VAE führen könnte. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 5,7 Milliarden US-Dollar (4,39 Milliarden Euro). Für die Planung werden bisher zwei Jahre veranschlagt, für den Bau vier Jahre.
Hochfliegende Pläne gibt es auch in Saudi-Arabien, dem größten der Golfstaaten, wo es bisher nur eine einzige Zugverbindung zwischen der Hauptstadt Riad und Dammam in der Ostprovinz gibt. Zehn Milliarden US-Dollar (7,7 Mrd Euro) stehen nach Angaben der Saudischen Eisenbahn Organisation für den Aufbau eines Netzes zur Verfügung, das Dschidda am Roten Meer mit Dammam und mit den Pilgerstädten Mekka und Medina verbinden soll. Vor allem die Strecke Dschidda-Mekka wäre für die Millionen muslimischer Pilger aus aller Welt interessant, die jedes Jahr mit dem Flugzeug in Dschidda ankommen und dann weiter nach Mekka reisen müssen. Auch Verbindungen zwischen Riad und Dschidda sowie zwischen Dammam und Dschubail sind im Gespräch.
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