Von Arne Stuhr, Frankfurt
Frankfurt am Main - Als Josef Ackermann am Donnerstagmorgen um kurz vor zehn Uhr aus seiner schwarzen S-Klasse steigt, ist sein Blick ziemlich starr geradeaus gerichtet. So wird ihm sicherlich auch nicht aufgefallen sein, dass vor ihm ein weißer Kleinlaster parkt, auf dem der Schriftzug "Lichtgestalt" prangt.
Auch Ackermann selbst wurde einst so betitelt, das war vor dem Mannesmann-Prozess. Heute begrüßen sich einige Fotografen mit zum "V" gespreizten Fingern, während Ackermann an einer Bronzebüste von Hermann Josef Abs vorbei den nach der allgemein anerkannten Lichtgestalt benannten Saal betritt.
Immerhin muss sich der Deutsche-Bank-Chef an der Saaltür nicht ausweisen. Anders ergeht es Personalvorstand Tessen von Heydebreck, dem auf seinem Weg zur diesjährigen Jahrespressekonferenz kurz von einem Sicherheitsmann der Weg verstellt wird, bevor das Missverständnis zügig aufgeklärt ist.
Obwohl von Heydebreck vor einigen Wochen die Ehre hatte, im Rahmen der ZDF-Spendengala zu Gunsten der Flutopfer in Südostasien einen auf zehn Millionen Euro ausgestellten Scheck zu überreichen, ist und bleibt eben doch Josef Ackermann das Gesicht der Deutschen Bank
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Privatkunden: Bessere Betreuung, kleinere Kosten
Schwerpunkt der Rede ist ein Loblied auf das wieder entdeckte Privatkundengeschäft. Ackermann spricht von einem "hervorragenden Ergebnis", der "Überlegenheit des Geschäftsmodells" und einer "soliden, bedeutenden Ertragsquelle".
Das im vergangenen Jahr erzielte Gewinnwachstum von 87 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro nach Steuern sei zum großen Teil auf diesen Geschäftsbereich zurückzuführen. Beim Privatkundengeschäft sei es gelungen, "die Betreuung unserer Kunden zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu sparen" lautet sein Fazit.
Allerdings ist damit in Sachen Sparmaßnahmen noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ackermann teilte mit, dass dem aktuellen Sparprogramm nun insgesamt 6400 Arbeitsplätze zum Opfer fallen werden. Der Großteil soll mit 3700 Stellen auf so genannte Infrastrukturbereiche entfallen. Da an Standorten mit "niedrigerem Kostenniveau" rund 1200 neue Jobs geschaffen werden sollen, spricht Ackermann von einem Netto-Abbau von 5200 Stellen. Davon entfielen rund 1900 auf Deutschland.
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