Von Martin Scheele und Karsten Langer
Hamburg - Am sechsten Verhandlungstag im Falk-Prozess zeigt sich die Elbmetropole von ihrer unangenehmsten Seite: Es ist windig, kalt und nass, kurzum - Hamburger Schmuddelwetter.
Um 10.15 Uhr ist es noch ruhig vor dem großen Plenarsaal 300 des Hamburger Landgerichts. Entgegen der Erwartungen kommt Jochen Drukarczyk, der Gutachter, der Alexander Falk entlastet hat, heute nicht. Der Regensburger Wirtschaftsprofessor hat eine Vorlesung.
Während sich der große Flur vor dem Plenarsaal gegen 10.25 Uhr langsam mit Interessierten füllt, bittet Richter Immo Graf einen Gerichtsdiener, ihm ein Verlängerungskabel für seinen Laptop zu besorgen. Auch die Richter haben technisch aufgerüstet und sind nun mit Laptops versorgt.
Um 10.35 Uhr gibt Richter Berger bekannt, dass die Kammer den Befangenheitsantrag der Verteidigung vom 5. Januar dieses Jahres gegen die Richter abgelehnt hat. Dies ist keine Überraschung: Es war schon der fünfte Antrag seit der laufenden Hauptverhandlung, ergänzt Berger.
|
Impressionen vom 6. Prozesstag Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen. |
|
Bilder aus dem Leben eines Ex-New-Economy-Stars Bitte klicken Sie auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen. |
Die Kammer habe zum Thema Befangenheitsanträge bereits einen Sonderband anlegen lassen - an Papier besteht in diesem Verfahren kein Mangel. Auch die Gerichtsakten zum Verfahren füllen einen ganzen Raum im Hamburger Landgericht.
© manager magazin Online 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH