Ein Werk schließt, das andere profitiert
Bei gemeinsamen Gesprächen im Bundeswirtschaftsministerium wollen die für die Opel-Standorte Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach zuständigen Staatssekretäre für Wirtschafts in diesen Tagen die Lage beraten. "Es wäre ein tödlicher Wettlauf, wenn die Standorte um die Höhe der Subventionen konkurrierten", warnte Schartau.
Der Wettlauf mit Trollhättan (6300 Beschäftigte), der schwedischen Produktionsstätte des Saab 9-3, hat längst begonnen. Saab gehört wie Opel zum GM-Konzern und wurde von der Unternehmsleitung in einen direkten Standortwettbewerb zu den deutschen Opel-Werken in Rüsselsheim und Bochum geschickt. Dabei es geht um die Produktion der künftigen Mittelklassemodelle Opel Vectra und Saab 9-3, die bereits heute auf einer gemeinsamen Plattform basieren.
GM-Chef Rick Wagoner schob die Diskussion öffentlich an, als er die Produktivität in Rüsselsheim rügte und davon sprach, dass in den vergangenen Jahren an anderen Standorten wesentlich effizienter umstrukturiert worden sei.
Damit war nicht explizit Trollhättan gemeint - im Gegenteil, auch der Standort in Schweden gehört zu den GM-Sorgenkindern.
Wenn aber ein Werk die Arbeit des anderen übernähme und dies dafür geschlossen werden würde, wäre das der GM-Bilanz zuträglich, so das Konzept der US-Strategen an der Konzernspitze.
Was die Kostenprüfer im Auftrag von GM in Schweden und Deutschland heute analysieren, ist kein Geheimnis. manager-magazin.de zählt auf, welche Faktoren und Bedingungen für die Standorte Rüsselsheim und Bochum - und welche Argumente für Trollhättan sprechen. Personalkosten, Produktionsbedingungen und Logistikkosten sind Kernthemen. Per Klick auf die obige Bildergalerie können Sie die Kräfteverhältnisse zwischen den Werken in neun Einzelpunkten nachlesen.
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