Hamburg - Die Beschäftigten der verlustreichen Adam Opel AG müssen weiter um ihre Zukunft zittern. Schon vor Bekanntgabe des drastischen Sparprogramms durch den US-Mutterkonzern General Motors (GM)
verdichteten sich die Anzeichen, dass Opel von den Kostensenkungen besonders hart getroffen werden könnte. 6000 bis 7000 der rund 33.000 Arbeitsplätze bei Opel in Deutschland sind nach nicht dementierten Schätzungen gefährdet.
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Während sich Opel mit Rabatten und Marketingaktionen im Preiskampf auf dem europäischen Markt über Wasser hält, hat GM die Eckpunkte des ersten Sparpakets am Donnerstag parallel zur Bekanntgabe der Quartalszahlen in Detroit veröffentlicht.
Das angestrebte Einsparvolumen soll bei etwa einer halben Milliarde Dollar liegen. Werksschließungen werden nach bisherigen GM-Angaben aber derzeit nicht verkündet. Ob und welchen Standort das Fallbeil trifft, wird demnach erst im Januar bekannt gegeben - bisher seien die umfangreichen Analysen der verschiedenen Werke noch nicht abgeschlossen.
Finanzspritzen verwehrt
Die für Deutschland schmerzhaftesten Schnitte wären die mögliche Schließung des 1902 errichteten Werks in Rüsselsheim (knapp 20.000 Beschäftigte) oder des in den 50er Jahren gebauten - und heute teilweise überalterten - Werks in Bochum. 10.000 Opel- und Opel-Powertrain-Mitarbeiter produzieren hier derzeit den Opel Astra, den Opel Zafira sowie Achsen, Motoren und Getriebe. Die Powertrain-Beschäftigten (etwa 3500) sind bei einer Joint-Venture-GmbH zwischen Fiat und GM angestellt.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine finanzielle Unterstützung der "Opelaner" bereits ausgeschlossen. "Wir werden nicht mit öffentlichem Geld winken. Das bringt nichts", sagte Wirtschaftsminister Harald Schartau (SPD) kürzlich in Düsseldorf.
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