Kauf der Logistk-Sparte für Post-Chef Zumwinkel brisant
Auch der schweizerische Logistikkonzern Kühne & Nagel meldete Interesse an. "Kühne & Nagel ist prinzipiell an der Übernahme solcher Tätigkeiten interessiert. Das gilt besonders für die internationale Beschaffungslogistik," sagte eine Sprecherin. Ein Sprecher von Arvato sagte lediglich, zu Spekulationen nehme man keine Stellung.
Der Essener Handelskonzern wollte sich nicht zu den Namen der Interessenten äußern. "Es laufen Gespräche mit mehreren Interessenten, aber es gibt noch keine Entscheidung."
Nach Angaben aus Branchenkreisen ist auch die Deutsche Post interessiert. Für Post-Chef Klaus Zumwinkel bahnt sich damit ein Interessenkonflikt an, denn er ist auch im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle vertreten und war in den 80er Jahren Vorstandschef bei Quelle.
Die Bahn-Tochter Stinnes hingegen erklärte am Freitag, sie habe kein Interesse. "Es finden keine Gespräche statt. Wir haben da kein Interesse," sagte ein Sprecher.
Zu verkaufen: Logistkbereich mit 2000 Mitarbeitern
Der Logistikbereich von KarstadtQuelle umfasst die Gesellschaft Optimus Logistik mit 290 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 618,4 Millionen Euro sowie den Dienstleister Servicelogiq mit rund 1000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 72 Millionen Euro. Außerdem gehören acht große Warenverteilzentren dazu, wobei jedoch nach Angaben eines Sprechers nicht die Quelle-Zentren zur Disposition stehen. Insgesamt seien bei dem zum Verkauf bestimmten Logistikbereich gut 2000 Menschen beschäftigt, sagte ein Sprecher.
Das Management der zum KarstadtQuelle-Konzern gehörende Sportfachhandelskette Runners Point rechnet trotz eines möglichen Verkaufs nicht mit Auswirkungen auf das Filialnetz und die rund 1000 Beschäftigten."Runners Point ist sehr gut im Markt aufgestellt und verzeichnet seit Jahren Wachstumsraten, die deutlich über dem Durchschnitt des Sportfachhandels liegen", sagte Geschäftsführer Otto Hurler am Freitag in Recklinghausen. Runners Point betreibt derzeit bundesweit 124 Filialen.
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