Autoindustriemanager magazin RSS  - Autoindustrie - Autoindustrie


05.10.2004
Twitter GooglePlus Facebook

Autobranche Deutschland

Starker Antrieb, kaum Abrieb

Von Christian Buchholz

2. Teil: Mehr als zwei Milliarden Euro Nettogewinn geplant

Mehr als zwei Milliarden Euro Nettogewinn geplant

Und es gilt, weitere Nischen für die Marken BMW, Mini (bester Platz in der ADAC-Pannenstatistik 2003) und Rolls Royce zu besetzen, kündigte Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel auf dem Pariser Automobilsalon an. 2006 könnte eine größere Variante des erfolgreichen Mini als Minivan auf den Markt kommen. Über weitere Produktpläne verrät Göschel derzeit nur, dass "einiges in der Pipeline" sei.

Als Quittung für die bisher schon milliardenschwere Produktoffensive gab es im ersten Halbjahr 2004 ein Absatzplus von 9 Prozent - davon träumen die Mitbewerber. Die Investoren freut's: Die Aktie pendelt seit einem Jahr mit vergleichsweise moderaten Ausschlägen um einen Mittelwert von 35 Euro - 33 und 38 Euro markieren die Extrem-Ausschläge. DaimlerChrysler Chart zeigen dagegen schwankte im selben Zeitraum zwischen 29 und 39 Euro. Und die Mehrheit der Analysten sieht bei BMW das stärkere Kurspotenzial.

Vorstandschef Helmut Panke ist ebenfalls optimistisch. Für 2004 kündigt er einen Verkaufszuwachs im "hohen einstelligen Prozentsatz" an. Die bisherigen Rekorde aus dem Jahr 2002 - 42,4 Milliarden Euro Umsatz und zwei Milliarden Euro Nettogewinn - dürften damit abgelöst werden.

Neue Arbeitsplätze in Deutschland

Um einen neuralgischen Punkt bei BMW zu finden, muss man weit blicken. In China, wo BMW-Fahrzeuge mit dem Partner Brilliance gefertigt werden, entwickelt sich der Umsatz schlechter als geplant. Zudem wirkt sich auch der hohe Ölpreis bei den Bayerischen Motorenwerken, die keinen ausgesprochenen Spritsparer im Sortiment haben, negativ aus, ebenso die Euro-Dollar-Schwankungen. Diese allgemeinen Belastungsfaktoren prallen in München allerdings auf ein gesundes Polster in der Bilanz, während man bei DaimlerChrysler, VW, Ford oder Opel über deutlich weniger Puffer-Speck auf den Rippen verfügt.

Der Wermutstropfen China verdirbt den Münchenern nicht die Laune. Ansonsten "sind wir in allen Werken voll ausgelastet", sagte Finanzchef Stefan Krause auf dem Pariser Autosalon. Das soll in dem neuen Werk in Leipzig, wo von 2005 an produziert wird, nicht anders sein. Nicht ausgeschlossen ist laut Krause, dass der Konzern in den nächsten Monaten in Deutschland darüber hinaus neue Arbeitsplätze anbieten wird.

Zermürbende Tarifverhandlungen und Stellenabbau-Diskussionen wie beispielsweise bei VW wird es also nicht geben. Die Wochenarbeitszeit, 35 Stunden für einen Teil und 38 Stunden für den Rest der 76.000 Beschäftigen in Deutschland, ist bereits teilweise flexibilisiert worden. Darüber hinaus plant BMW keine Änderungen. Trotz der hohen Lohnkosten in Deutschland schnurrt und bullert schließlich das Geschäft.



Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Nach Beinahepleite
Ford gehört wieder das eigene Logo
500-Millionen-Investition
BMW verdoppelt Kapazitäten in China
Entwicklungsallianz
Mazda und Fiat wollen Sportwagen bauen
Autovermieter
Sixt-Gewinn schrumpft um ein Fünftel

© manager magazin online 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken