Von Hadi Teherani
Warum gebaute Markenidentität zählt
Insofern griff die architektonische Strategie von Henry Ford zu kurz, als er 1922 vor prunkhaften Baulichkeiten als Symbol des Firmenerfolgs warnte: "Wir ziehen es vor, durch unsere Produkte, statt durch die Baulichkeiten, in denen sie hergestellt werden, bekannt zu werden." Heute wissen wir, es ist beides nötig: das überzeugende Produkt und die architektonisch vermittelte Kompetenz der Marke.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird diese Doppelstrategie gerne vorschnell aufgegeben, mit umso höheren Folgekosten, wenn es darum geht, das Versäumte später nachzuholen.
Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die einen durch Architektur vermittelten kulturellen Vorsprung der Marke nicht einbeziehen, verzichten unter dem Vorwand marginaler Einsparungen auf ihre wirksamste, die dreidimensionale, räumliche und emotionale Kommunikation.
Die traditionellen Formen der Kundenansprache genügen nicht mehr, um sich auf einem globalen Marktplatz zu behaupten. Die Begegnung mit der Marke bleibt ein analoger Vorgang am realen Ort, der virtuell nur zusätzliche Wirkungen entfalten kann.
Architektur beheimatet nicht nur Funktionsabläufe sondern vor allem Markenbewusstsein. Unternehmen, die diesen Zusammenhang nicht sehen, werden langfristig ihre Position zwangsläufig verlieren.
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