Vorstandschef Zeitz über Wachstumsaussichten
Führen die Vorwürfe gegen den Sportartikelhersteller nicht zu einem Imageverlust, sind die Wachstumschancen aus Sicht von Unternehmenschef Jochen Zeitz gut. "Wir glauben aus heutiger Sicht, bis zu 2,5 Milliarden Euro Umsatz erzielen zu können", sagte Zeitz dem "Handelsblatt" vor Bekanntwerden der Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen in Asien. Auch bei der angepeilten Summe von 2,5 Milliarden Euro sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen". In diesem Jahr rechnen die Herzogenauracher mit 1,9 Milliarden Euro Umsatz.
"Noch viel Spielraum" für weiteres Wachstum sieht der Manager im
Schuhgeschäft, wo die im MDax
geführte Puma AG derzeit
einen Marktanteil von sieben bis acht Prozent halte. Großes Potenzial
gebe es auch in Übersee. "Vor allem in den USA können wir noch
kräftig wachsen." Hier belege Puma zwar beim Bekanntheitsgrad Platz
vier, "wir setzen trotz starken Wachstums aber erst 250 Millionen
Euro um."
Grundsätzlich sei der Zukauf weiterer Marken ein Thema. "Für die spätestens 2007 beginnende Phase vier der Unternehmensentwicklung möchte ich nichts ausschließen", sagte Zeitz. Bis Ende der Phase drei stelle sich die Frage jedoch nicht.
Befragt nach den Gründen für den jüngsten massiven Rückkauf eigener Aktien sagte der Manager: "Wir nutzen das zur Steuerung unseres Kapitalbedarfs. Außerdem glauben wir an die Zukunft von Puma."
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