Berlin - Die Bundesregierung hat sich mit dem
Luftfahrtkonzern EADS
über den Preis und den Kauf von weiteren 68 Eurofighter-Kampfflugzeugen für die Luftwaffe geeinigt.
In teils zähen Verhandlungen habe sich das deutsche Verteidigungsministerium nach Angaben aus Koalitionskreisen einen Abschlag von rund 200 Millionen Euro auf den deutschen Anteil an der zweiten Tranche sichern können. Das berichtet die "Financial Times Deutschland".
Das Behörde hofft nun, dass am 30. Juni der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Auftrag über 3,4 Milliarden Euro zustimmt. Ein EADS-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Zeitung die Übereinkunft, nannte aber keine Details. "Wir haben eine gütliche Einigung für beide Seiten gefunden."
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte die Zahlen mit Blick auf die ausstehenden Gremienentscheidungen nicht kommentieren. Der Zeitungsbericht wird aber auch nicht dementiert.
Die deutsche Abmachung erfolgte unmittelbar nach der offiziellen Indienststellung des ersten Eurofighters bei der Bundeswehr und ist laut Zeitung ein wichtiger Schritt für die anstehenden Vereinbarungen in Großbritannien, Italien und Spanien. Die Industrie hoffe, dass bis Jahresmitte der Gesamtvertrag zur Produktion von über 236 Maschinen in der zweiten Tranche unterschrieben werde.
Die insgesamt 180 deutschen Eurofighter kosten nach früheren Angaben 11,8 Milliarden Euro, wie die "Financial Times Deutschland" schreibt. Aus der ersten Tranche mit 148 Flugzeugen bekomme die Luftwaffe 44 Maschinen. Die zweite und dritte Tranche umfasse je 236 Maschinen.
Der deutsche Anteil über den EADS-Konzern am Eurofighter-Bau beträgt 30 Prozent. Der britische Konzern BAE Systems hat 36,3 Prozent, der italienische Alenia-Konzern 20 Prozent und die spanische Casa 13,7 Prozent.
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