Von Ulric Papendick und Dietmar Student
Hamburg - Die privaten Aktionäre in Deutschland sind mit der Corporate Governance, der Leitung und Aufsicht der hiesigen Börsenfirmen, unzufrieden. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für manager magazin ist jeder fünfte Anleger der Ansicht, dass die Kontrolleure der deutschen Börsenfirmen ihren Job "mangelhaft" oder "ungenügend" ausüben.
Unter die Lupe genommen: Die Unternehmenskontrolle in Deutschland versagt
78 Prozent der Anleger fordern zudem eine Verschärfung der Haftung; Aufseher müssten bei Fehlern mit ihrem persönlichen Vermögen einstehen. Auch der in Deutschland weit verbreitete Wechsel des Vorstandsvorsitzenden auf den Stuhl des Aufsichtsratsvorsitzenden (ARV) wird von zwei Dritteln der Aktionäre abgelehnt.
Ein Klub von Jasagern
Gerade in den großen Konzernen, bestätigen die Unternehmensberater von Deloitte in einer Studie für manager magazin, würden Besetzungen von Aufseherposten "weiterhin aus dem Netzwerk" erfolgen. "Die formalen Anforderungen an eine gute Aufsicht werden zunehmend erfüllt, doch ein tatsächlicher Verhaltenswandel ist nur in Ansätzen zu beobachten", sagt Deloitte-Experte Peter Ruhwedel.
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