Weitere Bombe entdeckt
Inzwischen ist eine weitere Bombe entdeckt worden. Sie befand sich unter den vielen Gepäckstücken, die nach den Attentaten in einer Polizeiwache im Südosten Madrids deponiert worden waren, wie der Rundfunk am Freitag berichtete.
Die in einer Reisetasche versteckte Bombe konnte entschärft werden. Die Beamten entdeckten sie, weil in der Tasche ein Mobiltelefon klingelte, das anscheinend den Zünder auslösen sollte. Der Mechanismus versagte jedoch.
Insgesamt waren am Donnerstag im morgendlichen Berufsverkehr zehn Bomben fast zeitgleich in vier Pendlerzügen explodiert. Außerdem waren drei weitere, in Reisetaschen versteckte Bomben gefunden worden, die nach Behördenangaben zeitverzögert explodieren sollten.
"Kein Selbstmordattentäter"
Zaplana wies zudem energisch Gerüchte zurück, in einem der Züge habe sich ein Selbstmordattentäter befunden. Für Wirbel sorgten in der Nacht zudem Spekulationen, die ETA wolle in einer Erklärung jede Verantwortung für die Anschläge von sich weisen. An diesen Spekulationen sei anscheinend nichts dran, berichtete der baskische Rundfunksender Radio Euskadi.
Von den Verletzten liegen noch rund 500 in Krankenhäusern, 44 der Opfer schweben in Lebensgefahr, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 84 Leichen sind noch immer nicht identifiziert.
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