Export bleibt die wichtigste Triebfeder
Einmal mehr war es der Export, der der Autoindustrie geholfen hat, trotz der auf dem Inlandsmarkt seit Jahren anhaltenden Talfahrt weiter zu wachsen. Mit insgesamt 3,67 Millionen Pkw stellten die deutschen Hersteller im vergangenen Jahr einen Exportrekord auf. Dabei wurde Asien nach Westeuropa zum größten Absatzmarkt.
Für 2004 erwartet Gottschalk einen ähnlich hohen Export. Im Inland wurden im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Pkw gefertigt, was einem leichten Plus von 0,4 Prozent entsprach. Der Gesamtumsatz der Branche erhöhte sich 2003 um 2 Prozent auf 208 Milliarden Euro, wobei der im Inland erzielte Umsatz sogar um 4 Prozent zulegte. Während die Beschäftigung insgesamt in Deutschland um 400.000 Stellen abnahm, wurden in der Automobilindustrie 9000 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Spannungen zwischen Herstellern und Zulieferern
Der starke Euro habe das Automobilgeschäft im Dollar-Raum bisher "nicht substanziell" beeinträchtigen können, sagte Gottschalk. Problematisch werde es jedoch, wenn sich der Dollar-Wechselkurs dauerhaft auf einem besonders schwachen Niveau einnisten sollte.
Gottschalk räumte ein, dass es in jüngster Zeit Spannungen zwischen Herstellern und Zulieferern wegen der Preispolitik gegeben habe. Der Druck am Markt wird weitergegeben", sagte er. VDA-Geschäftsführer Peter Thomsen erklärte, beide Seiten hätten sich inzwischen "vernünftig geeinigt" und wollten sich an die "Bibel der guten Kaufmannschaft" halten. Es sei gut, dass man derartige Konflikte hier zu Lande unter dem Dach des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie austragen könne. "Das ist ein Standortvorteil der deutschen Automobilindustrie."
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