Frankfurt/Main - Mit einem neuen Exportrekord im Rücken hofft die deutsche Autoindustrie nun auch auf eine Trendwende im Inland in diesem Jahr. "Es wird ein besseres Autojahr; für ein gutes ist es wohl noch zu früh", erklärte der Vorsitzende des Branchenverbandes VDA, Bernd Gottschalk, am Donnerstag in Frankfurt.
Deutsche Autobauer wollen nach drei Jahren Stagnation endlich wieder an Fahrt gewinnen
Zulassungszahlen sollen in 2004 nur leicht steigen
In den Optimismus für ein Anspringen der Nachfrage in diesem Jahr mischen sich allerdings auch immer mehr skeptische Töne. So zeichnete sich bei den Pkw-Zulassungen im Januar nach Angaben des Branchenverbandes VDA noch nicht die erhoffte Wende ab. Analysten merkten an, dass bereits 2003 - nach drei Jahren Stagnation - fest mit einem Aufschwung gerechnet wurde. Dieser hatte sich am Ende dann aber doch nicht eingestellt.
"Bei den Zulassungszahlen im Januar sehen wir nicht einen gravierenden Wandel, wie wir uns das für das Gesamtjahr wünschen würden", sagte der VDA-Präsident. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband eine leichte Erholung der Zulassungszahlen um 3 Prozent auf 3,35 Millionen Pkw und damit eine Wende nach vier Jahren Stagnation.
Analyst: "Sie rudern zurück"
Branchenexperten werteten die Aussagen Gottschalks als zunehmende Skepsis. "Ich habe den Eindruck, dass die jetzt ein wenig zurückrudern. Die Töne sind mehr in Moll", sagte Patrick Juchemich von Sal. Oppenheim. Ähnlich äußerte sich Georg Stürzer von der HVB. Allerdings dürfe man das noch junge Jahr deshalb noch nicht abschreiben, fügte er hinzu.
Der VDA-Chef warnte die Hersteller indes vor dem "süßen Gift" der Schnäppchenangebote, um den Verkauf anzukurbeln. Dies schade den Erträgen, außerdem würden die späteren Wertverluste letztlich auch den Kunden sauer aufstoßen. "Wir bleiben dabei - ob exzessiv wie in den USA oder kontrollierter wie hier in Deutschland: Märkte dauerhaft zu erkaufen, erweist sich als Sackgasse."
Modelle der Kompaktklasse sollen die Impulse bringen
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Der inzwischen in fünfter Generation erhältliche Bestseller von Volkswagen wird seit Oktober verkauft, der neue Astra soll im März in die Verkaufsräume der Händler kommen. Von höheren Absatzzahlen ist allerdings in den Büchern der Hersteller noch nichts zu spüren.
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