Frankfurt - "Ohne Personalabbau wird es nicht gehen", sagte SEB-Deutschlandchef Thomas Altenhain dem "Handelsblatt". Es würden aber deutlich weniger Stellen gestrichen als in den vergangenen drei Jahren, in denen rund 1000 Jobs wegfielen, so der Banker in der Mittwochausgabe der Zeitung.
Das genaue Ausmaß der neuen Runde steht noch nicht fest. Nach den gegenwärtigen Überlegungen könnten aber in den nächsten drei Jahren etwa zehn Prozent der aktuell rund 3800 Mitarbeiter betroffen sein.
Hintergrund ist die unbefriedigende Ertragslage der früheren Bank für Gemeinwirtschaft (BfG). Eigentlich hatte die Bank mit dem Führungswechsel im vergangenen Herbst, als Altenhain seinen Vorgänger Lars Lundquist ablöste, den Stellenabbau für beendet erklärt und die Expansion einläuten wollen. Doch sei das laufende Jahr "weniger gut gelaufen als erwartet", sagte Altenhain. Wie die gesamte Branche leidet SEB unter der trüben Konjunktur und der mäßigen Börsenentwicklung.
Die Schweden hatten die BfG Ende 1999 übernommen. Doch obwohl sie seitdem die Kosten um ein Viertel senkten, liegt die Eigenkapitalrendite mit etwas über fünf Prozent noch nicht einmal halb so hoch wie im Gesamtkonzern. Dies kann sich die SEB-Gruppe auf Dauer nicht leisten, denn Deutschland macht rund ein Viertel der gesamten Bilanzsumme aus. "Wir müssen unsere Rentabilität grundlegend verbessern", sagte Altenhain.
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