Pannenserie bei Klimaanlage dauert an
Probleme hat die Bahn weiter auch auf der prestigeträchtigen ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Köln. Am Freitag dementierte das Unternehmen, dass es auf dieser Strecke Verluste schreibe. Dies hatte zuvor der Hessische Rundfunk berichtet. Allerdings sagte Bahn-Sprecher Gelfo Kröger, die Auslastung der Züge betrage nur 37 Prozent. Das sei "ordentlich", befand er, außerdem stiegen die Fahrgastzahlen an. Dass sie nach wie vor unter Plan lägen, begründete er mit der mangelnden Akzeptanz des Preissystems und der Konkurrenz durch Billigflieger.
Die Mängel an den so genannten Wirbelstrombremsen seien aber inzwischen behoben. Die fehlerhaften Bremsen hatten in den vergangenen Monaten bei den ICE-Zügen wiederholt dazu geführt, dass automatisch das Tempo gedrosselt wurde, die Folge waren zahlreiche Verspätungen.
Stolpe erhöht den Druck
Probleme hat die Bahn aber nach wie vor mit ausfallenden Klimaanlagen. Bis zu einer endgültigen Lösung sollen die Anlagen in kürzeren Intervallen ausgetauscht werden als geplant, so Kröger. Auch hier trügen die Hersteller die Schuld - sie hätten angekündigt, die Probleme bis zum Herbst zu beseitigen.
Ungeachtet der Krise bei der Bahn treibt die Bundesregierung den Börsengang des Konzerns voran. Im Oktober werde dafür ein Konzept vorgestellt, sagte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe der "Financial Times Deutschland". Das geschwundene Vertrauen der Kunden und die Umsatzeinbußen hätten den Weg an den Kapitalmarkt nicht verbaut, sagte der SPD-Politiker. "Die Bahn will 2005 börsenfähig sein. Ich würde mich freuen, wenn das gelänge." Voraussetzung sei, dass sie bis dahin dauerhaft schwarze Zahlen schreibe und an der Börse wieder Kauflaune herrsche.
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