Düsseldorf – Schon wähnten Beobachter die Magnetschwebebahn Metrorapid auf dem Abstellgleis. Doch jetzt kommt der Schnellzug unverhofft wieder in Fahrt.
Die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ihren Streit um den Metrorapid offenbar beigelegt. Nach einem Verhandlungsmarathon einigte sich der Koalitionsausschuss von SPD und Grünen am frühen Dienstagmorgen auf ein gemeinsames Finanzierungskonzept für den geplanten Hightech-Zug von Düsseldorf nach Dortmund.
NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) bezeichnete die Einigung als wichtigen Schritt zur Realisierung des Projekts. Das Konzept ist die Voraussetzung dafür, dass der Bundestag noch für dieses Jahr Planungsmittel in Höhe von 80 Millionen Euro freigibt.
Rund 3,2 Milliarden Euro Gesamtkosten veranschlagt
Insgesamt sind für den Metrorapid Gesamtkosten von rund 3,2 Milliarden Euro veranschlagt. Der Bund will rund 2,3 Milliarden Euro übernehmen. Die Transrapid-Hersteller Siemens
und ThyssenKrupp
sollen sich mit 200 Millionen Euro beteiligen. Knapp 800 Millionen Euro müssen über einen Kredit aufgebracht werden.
Derweil will der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) heute seinerseits dem Landeskabinett sein Finanzkonzept für den Transrapid vorstellen. In Bayern soll die Transrapid-Strecke von der Münchner Innenstadt zum Flughafen 1,6 Milliarden Euro kosten. Der Bund will lediglich 550 Millionen zuschießen. Private Investoren zeigten sich dort bisher zurückhaltend.
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