Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:08 Uhr

manager magazin



23.02.2004
 

Alitalia

Sturzflug ohne Pilot

Die italienische Fluglinie ist wirtschaftlich stark angeschlagen, die geplante Privatisierung droht zu scheitern. Den Sanierungsplan lehnen die Gewerkschaften ab - und scheinen damit dem Geschäftsführer das Rückgrat gebrochen zu haben.

Rom - Der Geschäftsführer der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia, Francesco Mengozzi, will italienischen Presseberichten zufolge am Donnerstag bei einer Aufsichtsratssitzung von seinem Amt zurücktreten. Er werde damit die Konsequenz aus der hartnäckigen Weigerung der Gewerkschaften ziehen, über seinen Sanierungsplan zu verhandeln, der den Abbau von insgesamt 2700 Arbeitsplätzen vorsieht.

  Dem Boden so nah:  Alitalia in der Krise
Zur Großansicht
DPA

Dem Boden so nah: Alitalia in der Krise

Als Nachfolger sei Maurizio Basile im Gespräch, der als Sonderbeauftragter der Regierung die Fluglinie verwalten soll, berichtet die Zeitung "La Repubblica". Er hatte im Vorjahr bereits die Privatisierung der staatlichen Tabakgesellschaft ETI geleitet.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die italienische Regierung unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Führungsspitze der Gesellschaft zum Rücktritt aufgefordert. Mehrere Minister hatten erst kürzlich vor einem drohenden Konkurs der noch mehrheitlich in Staatsbesitz befindlichen Alitalia gewarnt. Die Verluste für das Geschäftsjahr 2003 werden auf mindestens 450 Millionen Euro geschätzt.

Regierung verhandelt - bisher vergebens

Die Situation der Airline hatte sich zugespitzt, nachdem es noch immer zu keiner Einigung über den im vergangenen Oktober von Mengozzi vorgelegten Sanierungsplan gekommen ist. Seit Wochen versucht die Regierung, mit den Gewerkschaften über die geplante Auslagerung von 1500 Arbeitsplätzen und die Streichung von 1200 weiteren Posten zu verhandeln.

Dies sei eine notwendige Maßnahme, um die vor der Privatisierung stehende Alitalia vor dem Konkurs zu retten. Die Arbeitnehmer-Organisationen stellen sich jedoch bisher taub und protestieren mit Streiks und Demonstrationen gegen den Plan.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben