Sonntag, 22. Oktober 2017

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Fünf Tricks, mit denen Sie wirklich jeden beeindrucken In fünf Minuten zum Vorzeige-Intellektuellen Ihrer Firma

War kein Bluffer: Jahrhundertgenie Albert Einstein. Aber Eindruck schinden können Sie auch!

In fünf Minuten zum Vorzeige-Intellektuellen? Das kann doch niemals klappen. Meinen Sie. Aber schon mal davon gehört, dass Dreistheit siegt? Es klappt schon deshalb, weil niemand ernsthaft glauben wird, dass Sie wirklich mit einer so simplen Masche aus einem Internet-Ratgebertext unterwegs sind.

Das Beste ist: Sie können es sogar offen zugeben, das wird Ihren Ruhm nur noch weiter mehren (siehe Punkt 5)! Aber der Reihe nach:

1. Legen Sie sich eine Killerphrase zu

Meine habe ich Anfang der 90er Jahre von einem deutschen Studenten in Paris aufgeschnappt: "Die ganze Welt ist ein Form-Inhalt-Problem". Zack. Der sitzt, immer! Im Meeting, wenn jemand moniert, dass die Grafik doch ganz andere Aussagen nahelegt als das, was Sie gesagt haben: "Ja. Aber die ganze Welt ist ja bekanntlich ein Form-Inhalt-Problem."

Der Chef kommt im neuen karierten Wurstpelle-Sakko? Sie haben Ihren One-Liner für die Klatschrunde in der Teeküche schon servierfertig. Das Kantinenessen sieht wieder eklig aus? Die neue Produktidee aus der Entwicklung kann Sie nicht überzeugen? Alles kein Problem für Sie: Sie bringen Ihren bewährten Satz.

Erst gut ein Vierteljahrhundert, nachdem ich diesen Satz zu meiner Killerphrase erkoren habe, kam die erste Nachfrage, was ich denn genau damit meinen würde. Von einem jungen, ehrgeizigen Kollegen. Ich geriet zugegebenermaßen etwas ins Rudern, konnte aber noch abfedern (siehe Punkt 5). Mittlerweile hege ich den dringenden Verdacht, dass "Was genau meinst du damit?" auch nur genau das ist: Eine Killerphrase. Ganz schön schlau, der junge Kollege!

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