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01.02.2013
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Die Wirtschaftsglosse
Chinesen hacken Markus Lanz

Von Maren Hoffmann

Spätestens da hätte man misstrauisch werden müssen: Kritische Inhalte wurden bei "Wetten dass" durch Cat Content ausgetauscht oder schlicht versackt. Klarer Fall: Das waren die Chinesen!
DPA

Spätestens da hätte man misstrauisch werden müssen: Kritische Inhalte wurden bei "Wetten dass" durch Cat Content ausgetauscht oder schlicht versackt. Klarer Fall: Das waren die Chinesen!

Chinesische Hacker haben die "New York Times" und das "Wall Street Journal" infiltriert. Am Ende des Tages sind auch deutsche Medien betroffen: Fiese Chinesen haben "Wetten, dass..?" gehackt und das "Dschungelcamp" auf die Grimme-Preis-Liste gesetzt.

Zwei große amerikanische Zeitungen sind von chinesischen Computerspezialisten gehackt worden - "New York Times" und "Wall Street Journal" berichten über Angriffe auf ihre digitalen Systeme. Bei der "New York Times" wurden gezielt Passwörter von Journalisten abgegriffen. Das erklärt, warum dort plötzlich an prominenter Stelle so seltsames Zeug erscheint wie ausführliche "Wetten dass"-Kritiken.

Maren "Shu shíhuà shanghài" Hoffmann
manager-magazin.de

Maren "Shu shíhuà shanghài" Hoffmann

Wir wollen an dieser Stelle keine Verschwörungstheorien aufstellen. Aber wir müssen es tun. Hätten wir nicht schon vor Wochen misstrauisch werden müssen, als Tom Hanks gequälten Blicks mit einer Katzenmütze auf dem Kopf in der "Wetten, dass..?"-Kulisse stand, während Markus Lanz um ihn herum sackhüpfte? Die simple Wahrheit ist: Die Chinesen haben auch Markus Lanz gehackt.

Das hundertköpfige Computerspezialistenteam konnte, als eines der vielen gebührenfinanzierten Rundfunkorchester getarnt, unentdeckt bis in die zentralen Rechnerräume des Senders vordringen. Eigentlich hatte Lanz an der strittigen Stelle der Show eine flammende Rede für Menschenrechte in China halten wollen, während Hanks eine Liste der größten Privatvermögen in der Hand chinesischer Parteifunktionäre in die Kamera halten sollte.

In allerletzter Sekunde konnten die chinesischen Hacker das verhindern, indem sie Hanks' Liste gegen Cat Content austauschten und Lanz' Rede kurzerhand versackten - für andere, plausiblere Inhalte hatte die Zeit nicht mehr gereicht.

Die Wirtschaftsglosse im manager magazin

Jeden Freitag gegen 15 Uhr eröffnen Autoren aus der Print- und Onlineredaktion von manager magazin einen anderen Blickwinkel auf das Wirtschaftsgeschehen: Weniger kursrelevant, aber am Ende des Tages umso unterhaltsamer.
Besonders perfide: Um ihr Vorgehen zu vertuschen und den hastigen Hack als normale Programmgestaltung darzustellen, benutzten sie nun die gehackte US-Zeitung, um den Vorfall als Versagen deutscher TV-Verantwortlicher darzustellen. Gleichzeitig drang ein Hackerteam in Vorschlagslisten für den Grimme-Preis ein und nominierte das RTL-Trashformat "Dschungelcamp" als, wie es in der Ausschreibung des Preises heißt, "für die Programmpraxis vorbildliche und modellhafte" Fernsehsendung - so soll dem Zuschauer Normalität vorgegaukelt werden, wo in Wahrheit blanker Wahnsinn wohnt.

In den vergangenen Tagen konnte die Hacker noch tiefer in die Systeme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eindringen und nicht nur einzelne Sendungen manipulieren, sondern die Programmgestaltung von ARD und ZDF gegen eigene Entwürfe austauschen. Jede Sendung, die regimekritische Äußerungen hätte enthalten können, wurde kurzerhand durch eine Talkshow zum Thema Sexismus ersetzt - Fachleute konnten die Manipulation daran erkennen, dass dort meist an prominenter Stelle das Schadprogramm "Kubicki" lief.

Damit muss Schluss sein. Im Folgenden nennen wir deshalb nicht nur die Namen der Verantwortlichen in China, sondern auch die derer, die ihnen in den deutschen Medien zugearbeitet haben. Wir müssen schnell machen damit, bevor die Chinesen auch unseren Account…was ist denn das für ein komisches Eingabefenster… kkkkrrrrrkkkksss… Qilái! Búyuàn zuò núlì de rénmen! Ba women de xieròu zhùchéng women xin de chángchéng! Zhonghuá Mínzú dào le zùi weixian de shíhòu, Meigerén bèipò zhe fachu zùihòu de housheng.

Qilái! Qilái! Qilái! Women wànzhòng yixin, Mào zhe dírén de pàohuo, Qiánjìn! Mào zhe dírén de pàohuo, Qiánjìn! Qiánjìn! Qiánjìn! Jìn!

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