Von Maren Hoffmann
In der Krise müssen wir alle näher zusammenrücken. Die Lufthansa fängt schon mal an: Im Europaverkehr wird der Abstand zwischen den Sitzen verringert - so können mehr Leute in einem Flugzeug unterkommen. Vielleicht sollte die Lufthansa in diesem Zusammenhang gleich noch mal ihre Bestellung bei Airbus überarbeiten. 15 Riesenflieger des Typs A380 hat sie in Auftrag gegeben, die ersten fünf sollen im kommenden Jahr ausgeliefert werden - mit einer Durchschnittsbestuhlung von rund 550 Plätzen. Ganz klar das falsche Signal. Da geht noch mehr.
Maren Hoffmann
Seit dem 12. Jahrhundert wurden die Leute dann nachweisbar immer kleiner. "Funde in Frankreich", ist bei Wikipedia zu lesen, "lassen sogar auf 161 Zentimeter bei den Männern schließen." Schlechte Zeiten, mieses Wetter, kleine Kerle. Diese Steilvorlage für gehässige Kommentare zum politischen Führungspersonal der Grande Nation überlassen wir großzügig den Kollegen aus den Politikressorts. Wir stellen nur nüchtern fest: In der Krise wird der Mensch kleiner. Schrumpft die Wirtschaft, schrumpft auch der Mensch.
In allerletzter Konsequenz können kriselnde Unternehmen vielleicht nicht nur bei den Gehältern kürzen, sondern auch bei den Managern selbst. Denn kleine Männer kosten weniger, vor allem im Unterhalt. Im Schlussverkauf gibt es immer sehr schöne hochwertige Herrenhemden und Anzüge - allerdings nur in Größe S. Der Mann der Zukunft, es ist der kleine Mann.
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