Von Klaus Werle
Selbst Manager können nicht immer gewinnen. Macht nichts. Viel wichtiger als zu siegen, ist am Ende des Tages doch nur eins: Dass die anderen glauben, man hätte gewonnen.
Im Afrika-Urlaub las ich Paul von Lettow-Vorbecks "Heia Safari", des genius loci wegen. Wie sich rasch herausstellte, illustrierten die Erinnerungen des Kommandeurs der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika im Ersten Weltkrieg nicht nur anschaulich das koloniale Gehabe der Großmächte auf dem Schwarzen Kontinent. Vielmehr überraschte das Buch mit einer erstaunlichen Aktualität, indem es einige wesentliche Managementtheorien unserer Zeit vorwegnimmt.
Klaus Werle
Kurz: Es brennt an allen Ecken, und Lettow-Vorbeck muss alles richten. Welcher heutige Vorstandsvorsitzende kennt dieses Gefühl nicht?
Die wichtigste Lehre für den Topmanager des 21. Jahrhunderts jedoch stellt sich erst ein, nachdem der Leser das Büchlein beendet hat. Die Rede ist von der hohen Kunst der public relations. Nach fast 300 Seiten fortwährender Lettow-Vorbeck'scher Siege nämlich stellt sich ein irritierendes Gefühl ein, gespeist aus altem Schulwissen, wonach die Deutschen den Krieg eigentlich verloren haben, auch in Afrika.
Heute beschäftigen Konzerne internationale PR-Agenturen mit astronomischen Tagessätzen, um gut dazustehen. Dabei liefert Lettow-Vorbeck ein meisterhaftes Lehrstück fürs Eigenmarketing in Krisenzeiten: Man kann das Siegen von Siegern lernen, aber das ist ja öde. Viel spannender ist es, von Verlierern zu lernen, wie man trotzdem gewinnt. Turnaround-Management eben.


Geza Frei, Autorin für manager magazin, sammelte erste Eindrücke im Reich der Ökonomie an der Hand des Vaters: Auf dem Rossmarkt einer Kleinstadt der oberschwäbischen Barockstraße. Stutenbiss und Hengsttritte faszinieren sie heute noch.

Maren Hoffmann hat nach ihrem Studium der Philosophie und der Germanistik als freie Journalistin und landespolitische Redakteurin gearbeitet. Im Ressort Lifestyle bei manager-magazin.de hat sie seit 2007 ein erfreulich hedonistisches Aufgabenfeld gefunden.

Arvid Kaiser ist Diplom-Volkswirt und seit 2007 Redakteur von manager-magazin.de. In den meisten seiner Artikel geht es um die Finanz- und Wirtschaftskrise. Er ist überrascht, dass er bei dem Thema nicht längst selbst die Krise gekriegt hat.

Matthias Kaufmann ist seit 2003 Redakteur bei manager-magazin.de. Als Politologe findet er, dass man Wirtschaftspolitik auf keinen Fall Politikern überlassen darf. Oder jemandem, der Quartalsberichte schreibt. Oder Wirtschaftsredakteuren.

Kai Lange ist seit neun Jahren Redakteur bei manager-magazin.de. Seit Geburt seiner Kinder ist er überzeugt, dass Ernsthaftigkeit und Wahrheit nicht viel miteinander zu tun haben.

Astrid Maier war Chinawissenschaftlerin (mit Diplom), bevor sie anfing, sich hauptberuflich mit Deutscher Telekom, SAP und artverwandten Unternehmen zu beschäftigen (mit Bezahlung). Ihr Motto in dieser Rubrik: Genosse, zur Glosse!

Eva Müller ist Redakteurin beim manager magazin. Die Pfälzerin arbeitet seit mehr als 30 Jahren journalistisch, weil sie ihre große Nase am liebsten in Dinge steckt, die sie nichts angehen.

Lutz Reiche ist seit dem Jahr 2000 Onlineredakteur bei manager-magazin.de. Seit er mit dem Rauchen aufgehört hat, verspürt er einen zwanghaften Drang Glossen zu schreiben.

Christian Rickens, Jahrgang 1971, Wirtschaftswissenschaftler, mm-Redakteur, Buchautor. In seinem Grundschulzeugnis stand: "Bei der Abfassung schriftlicher Arbeiten könnte Christian sorgfältiger sein". Seitdem müht er sich um Besserung.

Christoph Rottwilm ist Diplom-Ökonom, seit zehn Jahren Wirtschaftsjournalist und seit 2007 bei manager-magazin.de. Ernsthaft, sagt er, schreibt er eigentlich nur über Kapitalanlagethemen und Immobilien. "Aber, bitte, was ist schon ernsthaft?"

Nils-Viktor Sorge, seit 2008 Unternehmensredakteur bei manager-magazin.de. Lernte in seiner Ausbildung, dass Journalisten lieber die Finger von Ironie lassen. Hält Glossen deshalb für Teufelszeug. Will seine These nun beweisen.

Dietmar Student, 50 Jahre, Volkswirt, seit 1998 Print-Redakteur bei manager magazin, klugscheißt über Dit und Dat. Experte für Leitungstrilogie (Strom, Gas, Wasser) und Corporate-Governance-Stuss. Lieblingsthema: Strategiefallen. Große Schwäche: nimmt Unternehmensberater ernst.

Anja Tiedge arbeitet seit 2006 bei manager-magazin.de. Dass ihre Kurzvita zur Onlineglosse noch immer keine Pointe hat, stimmt sie nachdenklich.

Klaus Werle arbeitet seit 2004 als Redakteur für das „manager magazin“ und beschreibt in einer Kolumne die Absurditäten des Führungskräfte-Alltags. Der studierte Historiker ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule und Buchautor ("Deutschland-Puzzle", "Kein Kommentar!").
| Service | ||
|---|---|---|
Depot |
||