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Schlussverkauf, Insolvenz, Hoffnungslauf
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Schlussverkauf, Insolvenz, Hoffnungslauf

Das Traditionskaufhaus Karstadt hat es alleine nicht geschafft zu überleben. Jetzt hoffen Angestellte und Bürger, dass ein Investor das Warenhaus ihrer Stadt weiterführt. Alles über den erhofften Karstadt-Neustart finden Sie hier.


Chronik der Karstadt-Pleite

  • 1. September 2009
    Für die wichtigsten Arcandor-Gesellschaften - darunter die Karstadt Warenhaus GmbH - wird das Insolvenzverfahren eröffnet.
  • 10. November
    Gläubiger geben Grünes Licht für den Verkauf von Karstadt an einen Investor. Dennoch stehen harte Einschnitte bevor.
  • 1. Dezember
    Zehn Karstadt-Standorte mit teils mehreren Häusern sollen nach Angaben der Insolvenzverwaltung geschlossen werden. Etwa 1200 Mitarbeiter sind betroffen.
  • 15. März 2010
    Beim Essener Amtsgericht wird ein Insolvenzplan vorgelegt. Am 12. April stimmen die Gläubiger dem Plan zu.
  • 23. April
    Als erster Interessent legt der Finanzinvestor Triton ein Angebot für Karstadt vor.
  • 21. Mai
    Es wird bekannt, dass die vom Privatinvestor Nicolas Berggruen gesteuerte Investmentgesellschaft Berggruen Holdings sämtliche Karstadt-Geschäftsaktivitäten übernehmen will.
  • 28. Mai
    Unmittelbar vor einer Sitzung des Gläubigerausschusses wird das Angebot des Karstadt-Vermieters Highstreet bekannt. Nach der Präsentation der drei Rettungskonzepte vertagt der Ausschuss die Entscheidung über einen Zuschlag auf den 7. Juni.
  • 31. Mai
    Das Gericht verschiebt den Termin zur Annahme des Insolvenzplans auf den 10. Juni. Er wird noch mehrmals verschoben.
  • 1. Juni
    Von bundesweit 94 Kommunen haben bis auf drei alle einem Verzicht auf Gewerbesteuer zugestimmt. Die im Insolvenzplan geforderte Zustimmungsquote von 98 Prozent gilt damit als sicher.
  • 3. Juni
    Der Handelskonzern Metro bekräftigt sein Interesse an Teilen der insolventen Warenhauskette.
  • 7. Juni
    Berggruen erhält vom Gläubigerausschuss den Zuschlag für die Warenhauskette. Einen Tag später unterschreibt er den Kaufvertrag unter Vorbehalt. Berggruen fordert von Highstreet, dem etwa zwei Drittel der Karstadt-Immobilien gehören, deutliche Mietsenkungen.
  • 14. Juni
    Eine erste Verhandlungsrunde in London um die künftigen Mieten endet ohne Ergebnis. Am 20. Juni lehnt Berggruen ein neues Angebot von Highstreet über Mietsenkungen von mehr als 400 Millionen Euro als nicht ausreichend ab.
  • 1. August
    Ein Angebot des italienischen Warenhausbetreibers Maurizio Borletti wird bekannt. Zusammen mit dem US-Investor Gordon Brothers will Borletti Karstadt für 100 Millionen Euro übernehmen. Der Insolvenzverwalter verweist auf den Vertrag mit Berggruen.
  • 10. August
    Weil es noch immer keine Einigung über die von Berggruen geforderten Mietsenkungen gibt, vertagt das Essener Amtsgericht seine Entscheidung zur Annahme des Insolvenzplans auf den 3. September.
  • 26. August
    Berggruen hat sich mit der Essener Valovis-Bank geeinigt. Die Bank hatte Highstreet ein Darlehen über 850 Millionen Euro gewährt und dafür im Gegenzug 53 Waren-, Sport- und Parkhäuser als Sicherheit erhalten. Man habe sich unter anderem darauf verständigt, dass Berggruen dieses Darlehen bis 2014 ablösen könne, heißt es.
  • 27. August
    Die Deutsche Bank signalisiert Unterstützung für Berggruen. Sie gehört zu den großen Partnern hinter Highstreet.
  • 31. August
    Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg weist das Angebot von Borletti als substanzlos zurück.
  • 2. September
    Die Anleihegläubiger von Highstreet billigen den neuen Mietvertrag mit Berggruen.
  • 15. Februar 2011
    Sanierer Thomas Fox nimmt Abschied als Karstadt-Chef. Sein Nachfolger wird Andrew Jennings.
  • 11. April
    Rewe-Chef Alain Caparros legt sein Mandat als Aufsichtsratschef von Karstadt nieder. Er wirft Berggruen vor, die Teilung in Sporthäuser, Premiumkaufhäuser und den großen Rest schwäche das Kerngeschäft. Sein Nachfolger wird Jared Bluestein.
  • 8. Juli
    Karstadt-Chef Andrew Jennings stellt sein Zukunftskonzept "Karstadt 2015" vor. Alle 115 Kaufhäuser sollen erhalten und nach und nach modernisiert werden.






 

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