Dienstag, 30. Mai 2017
Exchange Traded Funds
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Exchange Traded Funds

Die Zahl der Anleger, die auf börsengehandelte Indexfonds (engl. Exchange Traded Funds) setzen, wächst stark. Alles über Struktur, Kosten und Transparenz der ETFs finden Sie hier.

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Begriffserklärungen
ETF
Das Kürzel ETF steht für Exchange Traded Fund, zu deutsch Indexfonds. Die Fonds bilden einen Index wie etwa den Dax eins zu eins nach und versprechen weitgehend die gleiche Wertentwicklung wie dieser Index. Aufgrund des geringen Aufwands sind diese Fonds vergleichsweise kostengünstig. Die Verwaltungsgebühr liegt im Schnitt deutlich unter jener bei aktiv gemanagten Fonds. Wie bei herkömmlichen Investmentfonds wird auch bei ETFs das Geld der Anleger in einem Sondervermögen gehalten. Es ist also im Fall einer Pleite des Emittenten geschützt.
ETC
ETC sind Exchange Traded Commodities und damit keine Fonds sondern Schuldverschreibungen, also Zertifikate. Mit ETF werden sie wegen der Namensähnlichkeit häufig in einem Atemzug genannt und weil auch bei diesen Produkten vielfach Indizes nachgegebildet werden. ETC gibt es vor allem für Investitionen in Rohstoffe wie Gold, Öl oder Kakao. Wichtig: Das Risiko ist bei diesem Produkt höher, weil es sich nicht um ein Sondervermögen handelt. Fällt der Emittent aus, ist auch das Geld der Anleger in Gefahr. Bei vielen ETC ist dieses Risiko aber abgesichert.
ETN
Bei Exchange Traded Notes (ETN) handelt es sich um eine noch sehr junge Gruppe börsengehandelter Wertpapiere. Erst 2009 kamen hierzulande die ersten Offerten auf den Markt. Mit ETN wettet der Anleger in erster Linie auf Währungen, Volatilitäten und Veränderungen in Schwellenländermärkten. Ähnlich wie ETC sind auch ETN Schuldverschreibungen. Das dazugehörige Emittentenrisiko, dass nämlich bei einer Pleite des Herausgebers die Anlegergelder gefährdet sind, wird bei ETN allerdings in der Regel nicht abgesichert.
ETP
ETP steht für Exchange Traded Products. Unter diesem Kürzel werden ETFs, ETC und ETN zusammengefasst.