Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten sind wieder die reichsten Deutschen. Das Vermögen der beiden BMW-Erben stieg verglichen mit dem Vorjahr um 2,5 Milliarden Euro – getreu dem alten Motto: Geht es BMW gut, geht es auch den Quandts gut. In diesem Frühjahr hatte das Duo allein 1,2 Milliarden Euro Dividende vom Autobauer erhalten. Auf der Liste der reichsten Deutschen, die manager magazin seit 2001 jedes Jahr erstellt, haben die beiden damit die Reimanns, Deutschlands unbekannteste Milliardärsfamilie, wieder vom Spitzenplatz verdrängt. Diesen Platz hatten sie zuvor schon seit 2014 belegt.

Die Reimanns, deren Vermögen in der JAB Holding verwaltet wird, liegen in diesem Jahr auf Platz zwei. Den dritten Platz verteidigt Dieter Schwarz, dessen Firmen Lidl und Kaufland zwar jeder kennt, der sich aber ebenso wie die Reimanns am liebsten vor der Öffentlichkeit verbirgt. Der größte Verlierer unter den Top Ten rutschte von Platz vier auf Platz sechs. Und einen Newcomer in der Riege der zehn reichsten Deutschen gibt es auch – auf Platz neun.

Platz 10

Klaus-Michael Kühne

Kühne + Nagel, Schweiz; Hapag-Lloyd, Hamburg | Logistik, Schifffahrt | Vermögen: 10,5 Mrd. Euro (Veränderung zum Vorjahr: - 0,5 Mrd.)

Logistikunternehmer und HSV-Fan: Klaus-Michael Kühne
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Logistikunternehmer und HSV-Fan: Klaus-Michael Kühne

Kürzlich war Klaus-Michael Kühne (81) mal wieder in seinem Luxushotel „The Fontenay“ in Hamburg zu Gast, und, oh Schreck, der Kuchen mundete ihm nicht so recht. Also informierte er umgehend Hoteldirektor Thies Sponholz und tat in einem Interview kund: „Da werden wir eine Lösung finden.“ Aber pronto, bitte.

Die Anekdote zeigt zweierlei: Erstens ist Kühne, Mehrheitsaktionär des globalen Logistikkonzerns Kühne + Nagel, längst in einem Alter, in dem er sich die Mühen der geschäftlichen Ebene ersparen kann, um sich stattdessen liebevoll um seine diversen „Hobbys“ zu kümmern. Als da wären: die Luxusherbergen in Hamburg und auf Mallorca, diverse Beteiligungen (etwa an der Reederei Hapag Lloyd), die von ihm gegründete Logistik-Uni in seiner Heimatstadt an der Elbe oder das Lieberhaberei-Investment bei Fußballbundesligist Hamburger SV.

Und weil das – zweitens – alles Sachen sind, die die geneigte Öffentlichkeit im Zweifel mehr interessieren als das Business mit Lastern, Zügen, Schiffen und Flugzeugen, die Container, Kisten und Pakete transportieren, lässt sich Kühne nicht lumpen und erklärt sich alle paar Wochen per Interview – was ihn zum mitteilsamsten Mitglied der sonst eher verschwiegenen Top Ten der reichsten Deutschen macht.

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