Irgendwann musste die Flauschblase ja platzen. Seit Ende der 90er Jahre hatte sich die Nachfrage nach den riesigen, fellmassigen Tibetmastiffs, einer auch als Do Khyi oder Tibetdogge bekannten traditionellen Hunderasse, in China in eine immer aberwitzigere Spirale hochgezwirbelt. Eigentlich waren die fast würfelförmigen Tiere mal Herdenschutzhunde, die auf den Hochebenen des Himalajas Ziegen bewachten. Nun wurden sie Protzaccessoire reicher Chinesen. Rund um die Stadt Yushu in der chinesischen Provinz Qinghai florierte die Zucht.

Die Tibetmastiffs wuchsen mit der chinesischen Wirtschaft mit – ganz buchstäblich: Windige Hundeproduzenten nudelten ihre Nachzuchten wie Stopfgänse, pumpten sie mithilfe von Magensonden mit Flüssigkäse und Steroiden voll, um sie noch größer aussehen zu lassen. Manche spritzten zu diesem Zweck Silikon oder Wasser in die Hinterschenkel, auch wenn das die Hunde natürlich krank machte. Umso mehr galten die klobigen Tiere als Symbol für Geld und Macht. 2009 bezahlte

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