manager magazin: Herr Stelter, Sie sehen die Zukunft des Landes schon länger pessimistisch. Wenn man schaut, was sich anderswo zusammenbraut, wirkt der Standort Deutschland nach wie vor hochattraktiv.

Daniel Stelter: Intuitiv leuchtet das ein. Jeder merkt im Alltag, dass es gerade boomt. Aber es ist eine Selbsttäuschung, wenn wir denken, dass wir so gut seien. Wir haben eine Fülle von Sonderfaktoren, die momentan wirken: historisch tiefe Zinsen und viel zu tief für Deutschland. Die gibt es nur, weil der Euro ohne das billige Geld der EZB wohl längst Geschichte wäre. Der Wechselkurs, der weit schwächer ist, als er mit der D-Mark wäre, hilft uns beim Export enorm. Die Lohnzurückhaltung klingt zwar ab, verbessert aber noch immer die Wettbewerbsfähigkeit. Zudem haben wir eine Weltkonjunktur, die – getrieben von China – unsere Kernindustrien begünstigt. Bricht dies alles weg, fällt uns das Ganze auf die Füße.

Das Ausland feiert "Cool Germany".

Wir berauschen uns an der guten Lage. Die Politik hat

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