Diesen Text gibt es auch als Audiostory: Absturz aus dem Autohimmel

Gerade ist Bram Schot (57) kommissarisch zum Vorstandschef ernannt worden, da stellt er sich im Herbst einigen entscheidenden Leuten in Wolfsburg vor. Der Mann macht einen guten Eindruck, er ist locker und schnell beim Du, vor allem aber redet er Klartext, wie man ihn aus Ingolstadt schon viele Jahre nicht mehr gehört hat.

Die Lage bei Audi? "Desaströs".

Der kleine Audi A1 und die Kompaktmodelle? Weit hinter BMW und vor allem Mercedes, was junge Kunden oder Digitalisierung angeht.

Die Rendite? Stürze ohne solide Gegenmaßnahmen binnen weniger Jahre Richtung Nulllinie ab.

Schot lässt aufgewühlte Zuhörer zurück. "Der hat Audi als Sanierungsfall dargestellt", sagt ein Teilnehmer, und das, nachdem Audi viele Jahre der Goldesel des größten Autokonzerns der Welt war und selbst in einem schwachen Jahr wie 2018 noch gut drei Milliarden Euro verdienen wird.

Ist die Lage also wirklich so schlimm?

"Wir müssen raus aus der Krise", bestätigt Finanzvorstand Alexander Seitz (56) im Führungskreis die finstere Analyse seines Chefs. Ungläubigen legt er Zahlen vor. Kapitalrendite Audi 2011: beeindruckende 35,4 Prozent. 2017 sind daraus frustrierende 14,4 Prozent geworden. Immer mehr Einsatz für einen stagnierenden Gewinn. BMW, 2011 noch deklassiert, ist vorbeigezogen.

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