Sonntag, 18. November 2018

China und Europa sind nicht genug Trump prüft auch Zölle auf japanische Waren

Container Terminal in Tokio: Trumps langer Schatten

Die Furcht vor neuen US-Zöllen auf Waren aus China hat die Anleger an den Börsen in Asien am Freitag verunsichert. Der japanische Leitindex Nikkei schloss 0,8 Prozent tiefer bei 22.307 Punkten, der breiter gefasste Topix gab 0,5 Prozent auf 1684 Zähler nach.

US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen. China drohte bereits mit weiterer Vergeltung. "Es ist unwahrscheinlich, dass die Zölle nicht eingeführt werden, weil die US-Regierung der Meinung ist, dass sie den Handelskrieg gewinnt", schrieben Analysten der US-Investmentbank JPMorgan.

Nervosität bei Anlegern schürte außerdem ein Bericht des US-Fernsehsenders CNBC, wonach Trump erwägen soll, auch den US-Handel mit Japan auf den Prüfstand zu stellen. Der Sender berief sich auf einen Journalisten des "Wall Street Journal".

Unter Druck standen in Japan vor allem Technologietitel. So sackten in Japan die Aktien des Halbleiterherstellers Advantest um 7,2 Prozent ab, Tokyo Electron verlor 5,9 Prozent. Auf Export fokussierte Firmen wie die Autobauer Toyota und Mazda rutschten um ein Prozent ab.

la/dpa

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