Mittwoch, 26. September 2018

Reaktion auf US-Zölle im Handelsstreit China kündigt Strafzölle gegen USA für 6. Juli an

Säcke mit Sojabohnen aus den USA im Hafen von Nantong: Auch darauf wird ein Zoll von 25 Prozent fällig
DPA/ CHINATOPIX
Säcke mit Sojabohnen aus den USA im Hafen von Nantong: Auch darauf wird ein Zoll von 25 Prozent fällig

Im Handelsstreit mit den USA hat China seinen Fahrplan für Vergeltungszölle konkretisiert. Genau wie die USA will China mit der Umsetzung der Zölle auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar (42,7 Mrd Euro) am 6. Juli beginnen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstagmorgen unter Berufung auf das Pekinger Handelsministerium berichtete. Zunächst sind demnach zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf 545 Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar geplant.

Der Starttermin für die übrigen 114 Produkte soll später bekanntgegeben werden. Sollten die USA wie angedroht im Gegenzug nochmals zusätzliche Zölle erheben, behalte sich die Regierung "weitere Maßnahmen" vor, hieß es.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag Strafzölle auf Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar gegen China verkündet. Als Reaktion kündigte Peking umgehend Vergeltungszölle im gleichen Umfang an.

Experten befürchten ernsthafte Konsequenzen für die Weltwirtschaft, sollte sich die Spirale der gegenseitigen Handelsbarrieren weiter drehen. Trump hatte zuvor die EU-Länder sowie unter anderem die Nachbarn Kanada und Mexiko mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium belegt. Die neuen Zölle gegen China zielen vor allem auf Technologie-Produkte.

Trump sagte dem Sender Fox News in einem Interview, er wolle keinen Handelskrieg. China nutze die Vereinigten Staaten aber seit vielen Jahren aus - und "die USA können es nicht länger hinnehmen, ihre Technologie und ihr intellektuelles Eigentum durch unfaire Handelspraktiken zu verlieren".

la/dpa

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