Samstag, 21. Oktober 2017

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Platz fünf im WEF-Ranking Deutschland wettbewerbsfähig, aber Schweiz besser

Roboter bauen Autos: Die Digitalisierung ist die große Herausforderung für die Volkswirtschaften

Deutschland zählt einer Studie zufolge zu den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Nach einer Analyse des Weltwirtschaftsforums (WEF) belegt die Bundesrepublik im Ranking von 137 Volkswirtschaften auch dieses Jahr den fünften Platz. Deutschland punktet demnach vor allem mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bei weiter hohem Schutz von Arbeitnehmerrechten sowie mit Innovationen. Spitzenreiter ist das neunte Jahr in Folge die Schweiz vor den USA und Singapur. Auf Rang vier kommen die Niederlande.

Nach Einschätzung der Autoren des "Global Competitiveness Report 2017-2018" gibt es indes auch zehn Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise wenig Aussicht auf eine dauerhafte wirtschaftliche Erholung. Die aktuelle Konjunkturentwicklung scheine zyklisch und vor allem gestützt durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen.

Probleme werden vor allem bei den Finanzsystemen gesehen: Diese hätten sich immer noch nicht vom Schock von 2007 erholt, in manchen Teilen der Welt nehme ihre Stabilität sogar weiter ab. Ein weiterer Punkt: Arbeitsmärkte benötigten ein ausgewogenes Verhältnis von Flexibilität und sozialem Schutz.

Länder müssen sich auf Industrie 4.0 einstellen

Wettbewerbsfähigkeit 2017/18
Rang Land Punktwert (1-7) Rang im Vorjahr
1 Schweiz 5,86 1
2 USA 5,85 3
3 Singapur 5,71 2
4 Niederlande 5,66 4
5 Deutschland 5,66 5
6 Hongkong SAR 5,53 9
7 Schweden 5,52 10
8 Großbritannien 5,51 6
9 Japan 5,50 7
10 Finnland 5,49 8
Quelle: The Global Competitiveness Report 2017-2018
(137 bewertete Staaten)

Bei dem zu erwartenden massiven Wegfall von Jobs durch Automatisierung und Robotisierung sei es unter anderem wichtig, Arbeitnehmer in Übergangsphasen zu unterstützen. "Länder, die sich auf die vierte industrielle Revolution einstellen und gleichzeitig ihre politischen, ökonomischen und sozialen Systeme stärken, sind die Sieger im künftigen Wettbewerbsrennen", sagte Klaus Schwab, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Weltwirtschaftsforums voraus.

Das jährliche Ranking erfolgt nach zwölf einheitlichen Kriterien für Wettbewerbsfähigkeit - darunter die Innovationsfähigkeit der Firmen, staatliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sowie der Zustand der Finanzmärkte, der Infrastruktur und des Bildungswesens.

Das WEF war 1971 von Klaus Schwab gegründet worden, der kommendes Jahr 80 Jahre alt wird. Es organisiert vom schweizerischen Genf aus jedes Jahr eine Konferenz der globalen Wirtschafts- und Politikelite in dem Alpendorf Davos.

mg/dpa-afx/afp

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