Freitag, 1. Juli 2016

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Potenzielle US-Präsidenten Der Liebling der Wall Street ist nicht so gut mit Geld



Für die Banker der Wall Street ist die Sache klar: Sie würden am liebsten Marco Rubio aus Florida im Weißen Haus sehen. Das geht aus einer Reuters-Auswertung der privaten Wahlkampfspenden von Wall-Street-Angestellten hervor, die Statista für manager-magazin.de illustriert hat. Auf dem zweiten Platz steht Jeb Bush, der seine Kandidatur mittlerweile bereits beendet hat. Hillary Clinton, beliebteste Demokratin unter den Money Managern, hat bislang nicht einmal ein Viertel der Rubio´schen Summe eingesammelt.

Die Spenden der Banker und Investment-Angestellten untermauere Rubios Stellung als Establishment-Alternative der Republikaner zu Donald Trump, schreibt Reuters. Trump selbst habe nur 1566 Dollar von Bank-Angestellten eingesammelt - der Milliardär finanziere seine Kampagne allerdings ohnehin selbst. Der Floridianer Rubio könne in den kommenden Wochen wohl noch mit weiteren Spenden rechnen, wenn weitere Kandidaten aus dem Rennen um die Republikaner-Nominierung ausstiegen.

Wall-Street-Spenden seien jedoch ein zweischneidiges Schwert: Selbst unter Republikanern machten einige Wähler die Banker für die schwere Krise und Rezession ab 2008 verantwortlich. "Die Idee, sich an der Wall Street Geld zu beschaffen, ist knifflig", zitiert Reuters Tim Hagle von der University of Iowa: "Selbst unter Republikanern traut man diesem Sektor nicht völlig."

Dass ausgerechnet Rubio dort so erfolgreich ist, mag Kenner der US-Politik überraschen: Der Senator aus Florida hat sich zuletzt einige finanzielle Fehltritte erlaubt.

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