Freitag, 24. März 2017

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Donald Trump "Größter Arbeitsplatzbeschaffer aller Zeiten" will unverzüglich Mauer bauen

Donald Trump: Der Größte - natürlich

Der designierte US-Präsident Donald Trump will für die USA der größte Arbeitsplatzbeschaffer aller Zeiten sein. Trump wiederholte am Mittwoch vor Medien in New York ein entsprechendes Versprechen aus dem Wahlkampf. Er werde sehr hart daran arbeiten, sagte Trump. "Wir habe eine Bewegung, die niemand erwartet hat", sagte Trump. Er wird das Amt am 20. Januar übernehmen.

Trump will nach seiner Vereidigung unverzüglich mit dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko beginnen, um sein Wahlkampfversprechen umzusetzen. Wie im Wahlkampf angekündigt, werde er Mexiko die Kosten für die Errichtung der Grenzbefestigung aufbürden, sagte Trump. Mit dem Bau der Mauer will Trump Migranten abwehren.

Sollten Unternehmen Produktionskapazitäten von den USA ins Ausland verlagern wollen, etwa nach Mexiko, und deswegen Jobs in den USA streichen, würden sie sehr hohe Strafabgaben beim Reimport ihrer Waren in die USA zahlen müssen, so Trump.

Trump kritisierte außerdem die Entwicklungskosten des Kampfflugzeuges F-35. Daraufhin gibt die Aktie des Herstellers Lockheed Martin um 1,2 Prozent nach.

Trump will Einnahmen seiner Firmen, die von ausländischen Regierungen stammen, spenden. Das kündigte seine Anwältin Sheri Dillon am Mittwoch in New York an. Das Geld soll an das US-Finanzministerium und damit an den Staatshaushalt gehen. "Wir versuchen, auch nur den Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden", sagte Dillon. Sie hatte zuvor angekündigt, dass Trumps Unternehmen künftig von seinen Söhnen Eric und Donald jr. als Treuhänder geführt werden sollen. Trump werde keinerlei Kenntnis über die Geschäfte haben. "Das einzige, was er erfährt, ist das, was er in der Zeitung liest oder im Fernsehen sieht", sagte Dillon.

Trump im Zentrum neuer Vorwürfe

Der künftige US-Präsident Donald Trump steht im Zentrum massiver, aber unbewiesener Vorwürfe, die von russischen Geheimdiensten stammen sollen. Nach US-Medienberichten wurden sie in den USA zusammengetragen. Im Zentrum stehen Informationen aus dem Privatleben Trumps und zu seinen Geschäftsbeziehungen nach Russland. Sowohl Trump als auch Moskau dementierten die Vorwürfe am Mittwoch. Die Informationen legen nahe, dass russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Trump selbst nannte die Inhalte "Falschinformationen - eine totale politische Hexenjagd." Er fragte auf Twitter: "Leben wir eigentlich in Nazi-Deutschland?". Trump kritisierte die US-Geheimdienste, dafür, dass die Informationen publik wurden. Er sprach zudem von "betrügerischen Gegnern" in den USA, die versucht hätten, solcherlei Falschinformationen gegen ihn einzusetzen.

la/dpa

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