Dienstag, 24. Mai 2016

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Wirtschaft gegen Treibhausgase Konzerne weltweit fordern G7-Gipfel zu mehr Klimaschutz auf

Smog-Alltag in Peking: Doch auch in anderen Metropolen dieser Welt leiden die Menschen unter extrem verdreckter Luft
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Smog-Alltag in Peking: Doch auch in anderen Metropolen dieser Welt leiden die Menschen unter extrem verdreckter Luft

Hochrangige Wirtschaftsführer aus aller Welt haben sich vor dem Auftakt des G7-Gipfels in Elmau weitreichenden Forderungen zum Klimaschutz angeschlossen. 106 Unternehmen aller Branchen unterstützen eine Initiative gegen schädliche Treibhausgase. Dazu zählen Konzerne wie der Versicherungskonzern Axa, der schwedische Möbelhändler Ikea, aber auch der japanische Autohersteller Nissan und der französische Energiekonzern EDF. Aus Deutschland sind unter anderem die Commerzbank, die Tui-Group und SAP dabei.

"Wir wollen ein weltweites Klimaabkommen, das erreicht, dass der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich vor Ende des Jahrhunderts auf Null reduziert wird", sagte Nigel Topping, Vorstandschef der Initiative "We Mean Business" am Sonntag. Es müsse bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember ein starkes Abkommen geben. Darin sollten alle Länder aufgefordert werden, Wege für einen Verzicht auf fossile Energieträger bis 2050 aufzuzeigen.

Die Umweltorganisation Greenpeace sieht indes ausgerechnet in China Hoffnung beim Kampf gegen den Klimawandel. Der Kohlendioxid-Ausstoß aus Kohlekraftwerken sei im Jahr 2014 in China erstmals um ein Prozent gesunken, sagte Greenpeace-Klimaexperte Tobias Münchmeyer am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen zum Auftakt des G7-Gipfels im nahe gelegenen Elmau. Im ersten Drittel des Jahres 2015 sei sogar ein Rückgang um fünf Prozent zu verzeichnen.

Die G7-Länder hätten von 1990 bis 2013 ihren Kohleanteil am Energiemix nur um 8,2 Prozent reduziert. "Wenn die G7 weiter Anspruch auf eine Führungsrolle in der Welt erheben wollen, müssen sie jetzt einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Kohle vorlegen", forderte auch Münchmeyer.

Die chinesische Energie-Sensation

rei/dpa

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