Dienstag, 27. September 2016

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Intel-Aktie gibt kräftig nach Intels Server-Geschäft enttäuscht

Bunte Chip-Welt: Da immer weniger PCs verkauft werden, muss Intel im Bereich der Großrechner für Rechenzentren punkten. Doch hier wächst der Konzern zum Missfallen der Investoren langsamer als erwartet

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat mit seinem Gewinn im vierten Quartal die Erwartungen der Börse übertroffen, die Investoren allerdings mit den Zahlen zum wichtigen Servergeschäft und einem schwächer als erwartet ausgefallenen Ausblick verschreckt.

In der Server-Sparte, die Chips für Großcomputer etwa in Rechenzentren anbietet und mit der Intel seine Abhängigkeit vom schwachen PC-Markt reduzieren wollte, halbierte sich das Umsatzwachstum seit dem Vorquartal auf 4 Prozent.

Die Kunden wollten wohl nicht in ihre eigenen Rechenzentren investieren, sondern in die Cloud wechseln, sagte Analyst Kevin Cassidy von der Investmentfirma Stifel Nicolaus. Im nachbörslichen US-Handel verlor die Intel-Aktie mer als 5 Prozent.

Der Konzernumsatz stieg im vierten Quartal um ein Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar, wie der AMD-Rivale am späten Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 14,8 Milliarden vorhergesagt.

Mit PC-Chips machte Intel etwa 1 Prozent weniger Umsatz als ein Jahr zuvor. Die weltweiten PC-Verkäufe gehen seit mehr als einem Jahr stetig zurück, im Schlussquartal 2015 betrug das Minus 10 Prozent.

Mit Server-Chips machte Intel zwar 4 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor - allerdings hatten Analysten eine deutlichere Steigerung erwartet. Im Vorquartal hatte der Zuwachs 8 Prozent betragen.

Der Nettogewinn (Konzernüberschuss) sank im Berichtsquartal um 1 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Je Aktie fiel ein Gewinn von unverändert 74 Cent an. Hier hatten Experten mit lediglich 63 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Intel hat vor Jahren den Trend zu Smartphones und Tablet-Computern verschlafen. Um sich neue Marktsegmente zu erschließen, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr die Altera Corp gekauft, einen Hersteller programmierbarer Chips.

rei/reuters

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