Sonntag, 11. Dezember 2016

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Clinton gewinnt Vorwahl und attackiert Trump "Amerika hat nie aufgehört, groß zu sein"

Bereitet sich gedanklich schon mal auf Donald Trump vor: Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton siegt bei Vorwahl der Demokraten in South Carolina=

Hillary Clinton hat das Vorwahlrennen der Präsidentschaftskandidatur in South Carolina klar gewonnen. Der linke Senator Bernie Sanders zeigt sich für den kommenden Super-Wahl-Dienstag in den USA unverzagt. Clinton schießt sich schon mal auf Donald Trump als möglichen Gegner ein - ohne auch nur einmal seinen Namen zu nennen.

Im Rennen um die demokratische US-Präsidentschaftskandidatur hat Ex-Außenministerin Hillary Clinton einen wichtigen Sieg errungen. Kurz vor dem "Super-Dienstag" nächste Woche mit mehr als zehn Vorwahlen auf einmal schlug sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag in South Carolina ihren innerparteilichen Rivalen Bernie Sanders um Längen - noch weitaus höher als erwartet worden war. "Jetzt machen wir es landesweit", rief Clinton in ihrer Siegesrede am Abend (Ortszeit) in Columbia aus.

Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Clinton auf 73,5 Prozent, der Senator aus Vermont nur auf 26,0 Prozent. Es war nach Iowa und Nevada ihr bisher dritter Vorwahlsieg, während Sanders bisher nur in New Hampshire gewonnen hatte. Er ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er unbeirrt im Rennen bleiben werde.

Das Ergebnis in South Carolina hat besonders große Bedeutung, weil es dort einen hohen demokratischen Anteil an schwarzen Wählern gibt, auf die Clinton US-weit stark baut. Die Vorwahl in diesem südöstlichen Bundesstaat war daher der bisher erste große Test, ob Clintons Strategie aufgeht - was sie offensichtlich tat. So stimmten nach ersten Analysen fast 100 Prozent der älteren schwarzen demokratischen Wähler für die Ex-First Lady.

Clinton positioniert sich jetzt schon klar gegen Donald Trump

Die ehemalige US-Außenministerin Clinton hat zwar die Vorwahlen noch nicht für sich entschieden. Doch richtet sie ihren Blick bereits auf einen möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aus, den es bei der eigentlichen Wahl im November dann zu besiegen gilt.

So wie sich Trump im bisherigen Vorwahlkampf auch mit rassistischen Äußerungen als Spalter des Landes geriert, appelliert Clinton an die US-Bürger, dass die Vereinigten Staaten wieder stärker zusammenwachsen müssten.

Ohne auch nur seinen Namen zu nennen, torpedierte Clinton bewusst Trumps Wahlkampfslogan "Macht Amerika wieder groß" und seine Pläne, an der mexikanischen Grenze eine Mauer hochzuziehen.

"Entgegen allem was Sie hören: Wir müssen Amerika nicht wieder groß machen. Amerika hat nie aufgehört, groß zu sein", rief sie ihren Anhänger in ihrer Siegesrede in South Carolina zu. Um dann nach dem Applaus anzufügen: "Aber wir müssen Amerika wieder vereinen."

Strategie aufgegangen: Clinton baute auf afroamerikanische Wähler

Für Sanders kam es in South Carolina darauf an zu beweisen, dass er über eine breitere Wählerbasis verfügt als die zumeist jüngeren Leute, die ihn bisher getragen haben. Das misslang dem selbsterklärten demokratischen Sozialisten in diesem Staat aber offensichtlich.

Clinton geht damit deutlich gestärkt in den "Super Tuesday". Schon vor der Kandidatenkür in South Carolina hatte sie in Umfragen in fast allen der elf Staaten, die an diesen Tag bei den Demokraten Vorwahlen abhalten, vor Sanders gelegen - zumal sechs von ihnen wiederum einen beachtlichen schwarzen Wähleranteil haben.

Sanders kann bisher am kommenden Dienstag nur sicher von einem Sieg in seinem kleinen Heimatstaat Vermont ausgehen. Ein enges Rennen könnte es zwischen Clinton und Sanders in Massachusetts geben.

Das Rennen am kommenden Dienstag wird eng

Bei den Vorwahlen geht es um die Verteilung von Delegiertenstimmen für den Wahlparteitag im Sommer, auf dem der Spitzenkandidat oder die -kandidatin offiziell gekürt werden. Daneben gibt es aber auch noch eine Reihe von Delegierten, deren Votum nicht mit dem Ausgang der Vorwahlen verknüpft ist. Bei den Demokraten braucht ein Bewerber für den Gesamtsieg mindestens 2382 Delegierte.

Die republikanischen Vorwahlen am 20. Februar in South Carolina hatte klar der umstrittene Multimilliardär Donald Trump für sich entschieden. Er führt auch insgesamt im Vorwahlrennen der Konservativen deutlich und geht mit den besten Aussichten in den "Super Tuesday".

Seine Hauptrivalen, die Senatoren Ted Cruz (Texas) und Marco Rubio (Florida) müssen am Dienstag unbedingt gut abschneiden, wenn sie Trump noch stoppen wollen. Für Beide gilt es als praktisch als Muss, die Vorwahl in ihren jeweiligen Heimatstaaten zu gewinnen. In Texas steht sie am "Super Tueday" an, in Florida erst am 15. März.

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rei mit Material von AP und dpa

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